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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 02.04.2026, 11:32 (vor 1 Tag, 5 Stunden, 0 Min.) @ markus

Vielleicht war der Beweggrund dafür in Österreich ein anderer, aber hier war ja der Antrieb die in Deutschland gegenwärtig explodierenden Treibstoff-Preise, die damit aber in keinster Weise eingehegt werden. Mir ist völlig unklar, was dieser Vorgang bewirken soll.


Mir ist der Spritpreis egal. Ich tanke immer für 20€.

Du bist ja auch ein Immobilien-Großinvestor, du lässt sicherlich tanken. :-P

Ehrlich gesagt sehe ich eigentlich keinen anderen Weg, als es so drastisch zu beschreiben. Alles andere würde ich als unehrlich empfinden.

Es gibt einen todsicheren Weg, wie man die AfD loswird. Wenn man nicht seit mindestens 15 Jahren den offenkundig falschen Weg gegangen wäre, dann hätte es die AfD auch nie gegeben. Das Protegieren des Großkapitals muss dringend aufhören. Wenn, mein liebstes Beispiel, z.B. ein deutscher Industrie-Großclan eine Teilsparte (defacto die Teilsparte, die jahrelang und bis heute als die Zukunft der Klimatechnik beschrieben wird, sicherlich zurecht) seines Konzerns zu einem steuerlichen Nulltarif veräußert und dann die drölf Milliarden Euro im Grunde vollständig in ausländische Volkswirtschaften transferiert, ein klassischer Asset-Change, und diesen Move dann irgendwann alle in diesem Milieu machen, dann ist klar, dass das soziale Gefüge über kurz oder lang implodieren wird. Denn "der Deal" war immer, "wir lassen euch steuerlich im Großen und Ganzen in Ruhe und nennen das Ganze dann irgendwas mit "Betriebsvermögen" (natürlich könnt ihr euer rein privates Vermögen da auch mit reinpacken) und ihr sorgt im Gegenzug für gute Arbeitsplätze" und der ist schon lange einseitig aufgekündigt. Egal was man anbietet, egal was getan wird (z.B. Gaspreisbremse für die Industrie), es ist immer noch alles so schlimm und es werden immer neue Gründe gefunden, warum in Deutschland keine Jobs aufgebaut werden können (bzw. abgebaut werden müssen). Also welche, die der Staat nicht mit einer Zusatzleistung unterstützen muss, damit sich die Menschen die Miete leisten können. Was in der deutschen Medienlandschaft auch im Grunde täglich falsch dargestellt wird, ist die Tatsache, dass diese Arbeitsplätze nicht einfach nicht mehr gebraucht werden, sie werden anderswo 1zu1 wieder aufgebaut. Es ist nicht so, als wäre die wertschöpfende Tätigkeit dahinter nicht mehr vonnöten.
Ich verspreche dir mit meiner schwarz-gelben Seele, dass wenn dieser dem Durchschnittsdeutschen an die Wand drückende Irrsin aufhört (und das ist ohne Frage möglich, in Deutschland ist Kohle ohne Ende, man muss nur enstprechend aggressive Gesetzesreformen umsetzen), in 10 Jahren die AfD auf dem Friedhof der Gescheiterten zu begutachten ist.


Die AfD hat gar nicht vor, diese Themen anzugehen. Sie ist nicht nur ausländerfeindlich, sondern auch pro Großkapital. Wer das als Geringverdiener bei überteuerten Mieten nicht begreift, ist schlichtweg doof. So doof, dass viele nicht einmal erkennen, dass sie seit der Einführung des Mindestlohns überproportional profitiert haben – vor allem dank der SPD. Gleichzeitig ist die AfD weder für den Mindestlohn noch setzt sie sich gegen hohe Mieten ein.

Das ist alles richtig, die Argumente sind komplett schlüssig, ändert aber nichts an der Soziodynamik. Das ist der Knackpunkt.

Mindestlohn, schön und gut, betrifft nur einen Teil der Gesellschaft. Einen Großteil der Arbeiterklasse (die es heute auch noch gibt, nur in einem anderen Gewand) betrifft das nicht so richtig und es ist an und für sich schon ein Skandal, wie groß der Niedriglohnsektor im ultrareichen Deutschland ist.


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