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Heute an der Tanke (Politik)

markus, Donnerstag, 02.04.2026, 19:24 (vor 2 Tagen) @ Ulrich

Auf dem Weltmarkt fehlen bis zu 20 Prozent des Rohöls. Sinnvoll wäre es eigentlich, jetzt zu versuchen, den Verbrauch zu reduzieren. Die Internationale Energieagentur macht zum Beispiel seit Wochen Werbung für ein Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen und 100 km/h auf Autobahnen.

Witzig ist, dass man bei Corona relativ schnell dabei war, die Grundrechte der Bürger einzuschränken (bitte keine Diskussion über Sinn oder ggfs. Unsinn der Maßnahmen) und hier kann man nicht man ein einfaches temporäres Tempolimit (die Kombi allein ist schon spitze) durchsetzen, bei dem nicht mal ein Grundrecht minimal tangiert wird.


Wie hoch wäre der Effekt denn gesamtgesellschaftlich? Ich würde behaupten, dass der Großteil der Autofahrer nicht schneller als 130 fährt. Machen die wenigen Raser wirklich einen nennenswerten Unterschied aus?


Auf die Schnelle im Netz gefunden: Der ÖAMC hat das mit drei unterschiedlichen Pkw getestet. Das Ganze ist sicherlich nicht exakt, gibt aber ungefähre Hausnummern an. Herausgekommen sind Einsparungen zwischen knapp 20 und knapp 30 Prozent des Kraftstoffs.

https://www.oeamtc.at/autotouring/reportage/tempo-130-und-tempo-100-spritspartest-52960714

Ein weiterer Vorteil eines Tempolimits von 100 km/h auf der Autobahn dürfte sein, dass der Verkehr gleichmäßiger fließt.

Der Artikel zeigt ja auf, dass der Gesamteffekt zumindest in Österreich eher gering wäre (1-3%). So ähnlich wäre das doch auch in Deutschland:

- Nur ein Teil der Autofahrten findet überhaupt auf Autobahnen statt.
- Auf einigen Abschnitten gibt es bereits Geschwindigkeitsbegrenzungen.
- Auf den Strecken ohne Begrenzung fährt nur ein kleiner Teil 150 oder noch schneller.
- Die tatsächlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten sind deutlich niedriger.

Ich fahre inzwischen wieder häufiger Autobahn und mein Eindruck ist, dass nur ein kleiner Teil der Fahrer wirklich durchgehend am Rasen ist. Ich versuche bei 120-130 zu sein, da ich so unter 5l Diesel bleibe. Ein paar wenige Überholungen mit 140 oder 150 km/h kommen auch vor. Die fallen aber kaum ins Gewicht.

Ich achte schon sehr auf den Verbrauch, da mein Auto den Verbrauch der jeweils aktuellen Fahrt anzeigt. Da gibt es ganz andere Spritfresser, wie z.B. sehr viele Kreuzungen und Ampeln innerorts (das ständige Abbremsen und Anfahren frisst richtig). Es lohnt sich, vorausschauend zu fahren (möglichst viel rollen lassen) und das Auto generell möglichst wenig zu bewegen (z.B. auf dem Arbeitsweg zurück einzukaufen statt am nächsten Tag noch einmal loszufahren). Auch das Tempomat zu nutzen und auf den Reifendruck achten, bringt Ersparnis.

Vor allem das Thema vorausschauendes Fahren erscheint mir nicht weit verbreitet zu sein. Mir hängen nachfolgende Autofahrer regelmäßig im Nacken, wenn ich vor Ortseinfahrten einige hundert Meter vorher ausrollen lasse, um den Bremsvorgang möglichst zu verhindern.


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