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Werder hat Fußball gespielt, der BVB leider nicht (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 20.08.2022, 18:33 (vor 1231 Tagen) @ quincy123
bearbeitet von Will Kane, Samstag, 20.08.2022, 18:36

Vollkommen korrektes Ergebnis, auch wenn hier einige schon (nach dem 1:0) einen deutlich verbesserten BVB gesehen haben bzw. wohl eher sehen wollten.

Natürlich ist es unglücklich, wenn man in der Nachspielzeit zwei Stück bekommt, aber in Anbetracht dessen, dass wir gar keine zwei Tore hätten haben dürfen, ist das schon ok.

Könnte ich jetzt kotzen? Ja! Dennoch: Bremen bekommt, was Bremen heute verdient. 3 Punkte.

Es hört sich vielleicht merkwürdig an, aber Werder war heute das spielerisch und taktisch überlegene Team.

Gegen den Ball stand Werder kompakt, hat immer wieder kollektiv die Passwege des BVB zugestellt, hat im Mittelfeld immer mindestens eine Anspielstation frei gehabt. Generell hat man trotz aller Kompaktheit immer den Weg nach vorne gesucht. Man kommt nicht umhin festzustellen, dass der Aufsteiger das Spiel beim Tabellenzweiten der letzten Saison kontrolliert hat.

Chancen hatte Werder auch, wenn auch zumeist aus Standardsituationen. Allerdings bekommt man Freistöße in Strafraumnähe auch nicht von ungefähr.

Am Ende lag Werder etwas unglücklich mit 2:0 hinten, auch weil Pavlenka mindestens einmal ziemlich schlecht aussah und Brandt in einer der ganz wenigen Szenen, in denen die Werderdefensive nicht vorwärtsverteidigt hat, entschlossen und gekonnt abgeschlossen hat.

Wer sich vor dem ersten Spiel die Frage gestellt hat, warum Werder einen vielfach aussortierten Spieler wie Burke verpflichtet hat, konnte sich bereits am letzten Spieltag die Begründung anschauen. Heute hat er diese Begründung leider bekräftigt.

Was den BVB anbelangt, so konnte ich nicht erkennen, wie man eigentlich konzeptionell das Spiel angehen wollte. Der taktischen Disziplin Werders konnte man nichts entgegensetzen. Man war keineswegs deutlich unterlegen, aber man hatte auch spielerisch keine wirkliche Idee. Werder war im Mittelfeld überlegen, weil man die eigene Spielidee konsequent umgesetzt hat und technisch gar nicht so limitiert war.

Nun hatte Werder aber keine Tore erzielt und der BVB als Heimmannschaft hat etwas glücklich mit 2:0 kurz vor Schluss geführt. Das muss man einfach durchbringen, da braucht man nichts wegzudiskutieren. Werder hat nicht aufgesteckt, warum auch. Der BVB allerdings konnte der Entschlossenheit Werders in der Schlussoffensive leider nichts entgegensetzen. Was u.a. daran lag, dass sonst so zuverlässige Spieler wie Bellingham unnötige Ballverluste fabrizierten und die späten Gegentore somit einleiteten.

Mitentscheidend war allerdings auch, dass Ole Werner goldrichtig gewechselt hat und Edin Terzić leider nicht. Süle hätte er besser auf der Bank gelassen, seine ersten Meter im Sprintversuch sind noch deutlich zu langsam. Das kann auch ein Wolf nicht kompensieren, den man mMn nicht mehr als Verteidiger aufstellen sollte.

Die mit Buchanan und Burke eingewechselte Dynamik bei Werder war letztlich der Genickbruch für den BVB.

Edin Terzić sollte sich mAn damit auseinandersetzen, warum wir es unabhängig vom letztlichen Spielausgang nicht geschafft haben, das geschickte Mittelfeldpressing Werders zu umspielen. Das kann nicht nur an fehlender spielerischer Klasse von Spielern wie Can liegen.


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