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WDR: Hat die Corona-Politik bei den Altenheimen versagt? (Corona)

ErsterAlles, Mittwoch, 03.02.2021, 15:17 (vor 1920 Tagen) @ markus
bearbeitet von ErsterAlles, Mittwoch, 03.02.2021, 15:23

Was für ein Ausspielen? Ältere sind gefährdeter, also müssen sie auch besser geschützt werden. Und Schnelltests sind ein massiver Faktor, der auch nichts mit Einschränkungen zu tun hat. Stattdessen wird immer gesagt, dass das Geschehen insgesamt runter muss und dann auch Ältere geschützt werden. Natürlich ist das so, aber das hindert einen doch nicht, vulnerable Gruppen noch weiter zu schützen?
Und ja, Lockerungen für Jüngere wären in bestimmten Bereichen möglich (natürlich nicht komplett, da du ziemlich haarspalterisch unterwegs bist), wenn man die Gefahr für Ältere und insbesondere Pflegeheime deutlich reduzieren könnte. Und DIE zentrale Komponente sind Schnelltests, aber da scheitert es ja massiv am Wollen der Politik.


Es scheitert daran, dass Schnelltests nur von geschultem Personal durchgeführt werden können. „Einfach mehr testen“ würde doch jeder sofort tun, wenn das machbar ist. Es sitzt doch keiner in der Politik, der aus reine Bockigkeit dagegen ist.

Für den besonderen Schutz sorgen jetzt die Impfungen. Die meisten Altenheime sind bereits zumindest mit der Erstimpfung fertig.


Man hatte jetzt fast ein Jahr Zeit, CE-besiegelte Tests zu organiseren und Personen zu schulen. Es wurde halt rein gar nichts für "Einfach mehr testen" getan, und genau dies wäre im letzten halben Jahr extrem hilfreich gewesen und hätte zahlreiche Menschenleben gerettet.
Es wird einfach immer nur geschaut, was nicht geht, anstatt zu schauen, dass man etwas bewegt.


Es ist nicht damit getan, einfach ein paar CE Aufkleber zu besorgen. Das Siegel gibt es nur, wenn der Test idiotensicher ist. Und das ist er nicht. Das ist auf der Bundespressekonferenz ausführlich erläutert worden. Durch fehlerhafte Anwendungen würden falsch negative Ergebnisse und ein trügerisches Gefühl der Sicherheit entstehen. Das ist dann eher kontraproduktiv.

Das Beharren auf Idiotensicherheit kostet dann halt Menschenleben. Ich glaube, wenn man mal eine Kosten/Nutzen-Betrachtung macht, würde man mehr Menschen retten, wenn man Pfleger_innen für Schnelltests schult, die diese halt nicht perfekt idiotensicher anwenden, als wenn man alle zwei Tage mal die Angestellten testet, und im Zweifel die Ärzte und Reinigungskräfte (ud ggf. Besucher)ungetestet ein und ausgehen

Meine Meinung ist, dass in Katastrophen und Notlagen man in gewisse Graubereiche ausweichen kann, wenn man damit Menschen retten kann. Hätte Helmut Schmidt Dienst nach Vorschrift getan, wären 1962 in Hamburg ein paar mehr Menschen ums Leben gekommen.

Wenn aktuell von 100 infizierten, die in Pflegeheimen ein und ausgehen, 20 per Schnelltests erkannt werden und diese Quote durch nicht-ausgebildete Pfleger auf 50 oder 60 erhöht werden kann, würden Menschen gerettet werden. Dann kann man natürlich immer noch auf die 40 anderen Zeigen, man könnte aber auch sehen, dass man 30 mehr gerettet hat.
Das dumme ist nur, dass jemand die Verantwortung dafür übernehmen müsste, und das will niemand, sondern versteckt sich hinter fehlenden Zertifikaten.


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