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These: Dem Rechtspopulismus mal mit Linkspopulismus entgegentreten (Politik)

Pa1n, Mittwoch, 25.09.2024, 23:03 (vor 498 Tagen) @ Timo_89
bearbeitet von Pa1n, Mittwoch, 25.09.2024, 23:11

Ich verstehe ja, dass hier viele die CDU/CSU nicht besonders mögen, aber muss man wirklich immer derart plump immer und immer wieder "die Konservativen" als die Wurzel allen Übels hinstellen? Ist das nicht ähnlich pauschal und falsch, wie das was ihr den Grünen Gegnern vorwerft? Eine Form von "Hetze" gegen die Konservativen? Wenn so pauschal alles und jeder aus der CDU in den Dreck geschrieben wird, wie von einigen hier manchmal?

Wie wäre es, wenn man den zum Teil stumpfen Rechtspopulismus (parteiübergreifend, das zieht sich von Kreisen noch weiter rechts als die AfD, über CDU und FDP bis hin zur SPD und Grüne und Linkspartei bzw nun BSW) einfach mal gepflegten Linkspopulismus entgegenstellt?

Gerade eher konservative Politiker (ALLER Parteien) beiten vermeintlich einfache Lösungen auf komplexe Probleme an (Abschieben!!!111enself Russisches Gas!!!!11) und meinen, so die Gunst der Wählenden (zurück)zugewinnen. Folge: Besonders der ganz rechte Rand wurde und wird extrem bestärkt.

Wenn man sich allerdings etwas näher mit den Wahlgründen beschäftigt wird eines klar: Es sind nicht (nur) pur rechte Themen (Migration), die die Wahlen beeinflusst haben. Es ist der soziale Abstieg, eigentlich ein Ur-Thema der SPD. Nur traut(e) man in 2 der 3 Wahlen der ostdt. Bundesländern eben das nicht zu, das Problem zu lösen. Weil auch die SPD imho nur noch eine CDU light ist, bis auf Mindestlohn erkenne ich da kaum sozialdemokratische Ideen. Noch dazu kommt die fragwürdige Nähe zu BSW und/oder Russland einiger der Vertretenden.

Wenn gerade die progressiveren Partieen es schafften, die wirklich dringenden sozialen Themen in den Vordergrund zu stellen (faire Löhne/Mindestlohn, Renten/Altersarmut, Wohnungsknappheit/bezahlbarer Wohnraum, ÖPNV-Angebot, verbunden mit dem Deutschland-Ticket, das mit 58€ imho deutlich zu teuer ist (Vergleich: Portugal führt ein 20€-Ticket ein, das für ALLE Züge, auch Fernverkehr, genutzt werden darf)) einfach mal so stumpf an die - meistens ebenso stumpfen - Wählenden herantragen.

"Nicht der Flüchtling, der zusammen mit 5 anderen auf 10m² hausen und sich mit weiteren 50 Toilette und Badezimmer teilen muss muss und laut Ausländerbehörde gar nicht arbeiten DARF (ich sehe täglich mind 10 Duldungen/Aufenthaltserlaubnisse, wo die AB es dem Menschen explizit untersagt zu arbeiten) nimmt deine Wohnung und deine Arbeit weg, sondern diejenigen, die gegen höhere Löhne und Mietpreisbremsen stimmen!"

Wenn sich das einmal verfängt, ist das vermutlicher erfolgreicher als dem ganzen und meistens faktenfreien Rechtspopulismus ("günstige und saubere Atomkraft"; "Mehr Grenzkontrollen und Abschiebungen => mehr Sicherheit"; "russisches Gas => günstigere Energiepreise"; Benziner und eFuels => "Technologieoffenheit") belegbare Fakten entgegen zu stellen. Die Wählenden wollen keine Fakten, insbesondere nicht, wenn sie nicht in ihr Weltbild passen. Sie wollen ein inneres Gefühl.

Schon komisch, dass die CDU, die viel Verantwortung für dieses Land getragen hat in den letzten Jahrzehnten, hier wirklich immer behandelt wird, wie so eine schmuddelige Splitterpartei von ein paar komischen Querdenkern.

Schon komisch, bis gerade dachte ich, dass die CDU in 28 von bisher 36 abgeschlossenen Lebensjahren den bzw. die Kanzlerin stellte.
Will ja nicht sagen, dass unter CDU-Regentschaft im Bund alles schlecht gelaufen ist (vieles war natürlich auch unter Schröder katastrophal), aber in Punkto Zukunft waren die Kabinette Kohl I-IV und Merkel I-IV nun nicht wirklich förderlich. Kohl verhinderte ja gar den Glasfaserausbau...


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