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Die Grünen polarisieren stark .Das hat Gründe (Politik)

Jop_Schlaeter, Ruhrgebiet, Mittwoch, 25.09.2024, 22:27 (vor 499 Tagen) @ FourrierTrans

Man sollte die Möglichkeit nicht komplett ausschließen, dass ein nicht unbeträchtlicher Anteil des Wahlvolks tatsächlich doof ist.


Ich habe manchmal den Eindruck, dass das auch ein Stück weit die Geister sind, die man rief. Wie heißt es beim Zauberlehrling, "Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister Werd' ich nun nicht los"?
Kann ich natürlich nicht mit Fakten belegen, aber ich habe schon das Empfinden, dass man "das Volk" auch in Teilen bewusst verdummt. Leistungsniveau in Schulen, fehlende Finanzbildung, Konsumtrieb, fehlendes Können zwecks DIY-Stuff im handwerklichen Rahmen usw.
Gerade und insbesondere die kolossale Unwissenheit der Deutschen beim Thema Finanzwesen führt u.a. dazu, dass der Mittelstand immer weniger Kaufkraft hat. Was sich dann irgendwann politisch niederschlägt, aufgrund gefühlter und womöglich auch realer Ungleichheit und abnehmenden Wohlstands.


Ist das, was du beschreibst, nicht eher ein "sich verdummen lassen"? Was hindert "einen" daran, sich Finanzbildung oder DIY-Stuff anzueignen?

Also wieso kommst du darauf, dass "jemand" das Volk aktiv verdummen lässt und dass es sich dabei nicht um eine einfache, weil bequeme, Ausrede handelt, selbst aktiv zu werden?


Es wäre doch ein einfachstes, Finanzbildung in der Schule einzubauen. Oder mehr Anteile an "Handwerksfertigkeiten". Man tut es einfach nicht. Sehr schön sieht man das auch bei der akademischen Ausbildung. Während man zu Diplomzeiten noch eine viel größere Freiheit hatte, Dinge auszuwählen, ganz grundsätzlich das "akademische Flair" dazu anregte, Dinge kritisch zu hinterfragen, teilweise sogar andere Fachbereiche zu besuchen, ist das Bologna-Konzept vom ersten Tag an ganz brutal darauf ausgelegt, möglichst schnell Fachidioten als Lemminge in die Wirtschaft oder den Beamtenapparat zu drücken (ich gehöre selbst dazu).

Ich glaube, man kann "ein Volk" schon zu ein gewissen Grad dahinbringen, dass es nur noch Bei TikTok reinglotzt und sich mit einem Minimum an staatlicher/finanzieller Versorgung zufrieden gibt, wenn es alle paar Jahre eine EM/WM gibt und man abends Dschungelcamp schauen kann. Und das dann selbst gar nicht mehr merkt. Bis so eine AfD kommt, die alles ganz einfach lösen will.

Ja, klar, man könnte diverse Fächer einbauen und dafür andere streichen. Aber wozu? Die meisten schulischen Inhalte wird man später nie wieder brauchen, viel wichtiger ist es, das Lernen zu lernen und auch zu lernen, mal etwas unangenehmes zu tun, wie eine Gedichtsanalyse über vier Seiten zu schreiben, obwohl es todlangweilig ist. Dann kann man sich auch mit etwas Mathematik und einigen guten Videos selbst die Grundlagen der Finanzen beibringen.

Ich glaube (und hier kommen wir wohl nicht zusammen), dass viele Leute es sich selbst einfach zu bequem machen: Jemand anderes ist Schuld und es soll sich doch bitte auch jemand anderes um alles kümmern. Aber wehe, bei mir wird irgendwie eingegriffen. Klassisches "wasch mich, aber mach mich nicht nass".
Am Ende führt das zu einem Verständnis, wo "die da oben" oder "die da nebenan" verantwortlich gemacht werden, für was auch immer.


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