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Einstellung und/oder Taktik? Glück/Pech (BVB)

Bembele, Münster, Samstag, 02.03.2019, 12:04 (vor 2613 Tagen) @ DerPeter

Gegen sehr tiefstehende Manschaften tut sich generell jede Mannschaft schwer, solange nicht das Führungstor gelingt. Frage nach bei den Bauern, bei ManCity, Liverpool und Barcelona, die alle schon sieglos vom Platz gegangen sind gegen die tabellarisch schlechtesten Teams.

Und ob dann das Führungstor gelingt oder nicht hat teils mit Qualität (des Stürmers/Vollstreckers oder aber auch des Torwarts) und aber auch mit Glück zu tun. Und da waren wir in der Hinrunde (aber auch gegen die Pillen, die uns ja 30 Minuten regelrecht vorgeführt haben) oft torgefährlicher und vom Glück begünstigt: Denn sowohl gegen Leipzig, in Hannover, in Brugge (Sieg ohne einen einzigen Torchuß), in Hoffenheim (nahezu ohne Torchance), in Leverkusen, gegen Augsburg (in letzter Sekunde), gegen die Bauern mußte man heilfroh sein dass der z.T. hochüberlegene Gegener nicht deutlich(er) führte, bis dann in der zweiten Hälfte oft die natürlich vorhandene Klasse/Effizienz einzelner Spieler, aber auch viel Glück (Brugge, Leipzig, Leverkusen, Hoffenheim, Augsburg) die Punkte brachten.
Wir hatten in der Hinrunde bis November nach Angaben des Kicker eine unfaßbare Verwertungsquote bei Großchancen von etwa 49% !! Eine Quote (hervorgerufen durch Qualität im Abschluß und Glück, z.B. bei abgefälschten Schüssen/Torvorlagen), die nie durchzuhalten ist über eine Saison (von keiner Mannschaft bisher) und so sind wir mittlerweile bei immer noch sehr guten 38% angelangt. Die Folge ist halt, du nutzt mittlerweile weniger Torchancen und damit ist die Siegchance geringer. Wenn gestern die Quote von 49 % erreicht worden wäre und zumindest noch die 100 % Chancen von JBL und Paco drin gewesen wären, hätte jeder von einem verdienten Arbeitssieg gesprochen - trotz zweier individueller Aussetzer, die aber auch nicht unbedingt zu Gegentoren hätten führen müssen, so dass auch hier die Frage von Pech (z.B. Klärung am Fünfer bei Ji vor dem ersten Tor)und Glück (dass der Ball Ji nocheinmal vor die Füße fällt bei diesem ersten Tor) auch eine Rolle spielt.

Kurzum: ein Spiel mit vielen ungewohnten Stockfehlern (bei Witsel, Hakimi, Götze, Reus, JBL) und dennoch wären sie bei halbwegs passabler Torchanceverwertung als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Und von Taktik und Einstellung hätte niemand gesprochen...
Übrigens wenn die Bauern nur ansatzweise unsere Verwertungsqoute bei Torchancen hätten (sie haben nur 27 % statt wie wir 38 %), wären sie schon wieder längst uneinholbar auf Meisterkurs. Da sich die Qote bei den Topteams am Ende jeder Saison in der Regel bei ca. 33 % einpendelt, spricht das leider eher für die Bayern....

Naja,
eigentlich gibt es doch nur zwei Varianten:
1. Die Einstellung hat nicht gestimmt. So wie Sammer es gestern vermutete sind einige Spieler mit einer falschen Erwartungshaltung in das Spiel gegangen. Nach dem Motto 80% reichen schon.
Sich im Verlauf des Spiels dann wieder auf 100% zu steigern ist eben enorm schwer.
2. Die Taktik funktioniert einfach nicht gegen extrem tief stehende Gegner, die keine Ambition haben das Spiel mit zugestalten. Genau bei diesen Mannschaften haben wir die Punkte ja auch liegen gelassen.

Das die Hinrunde so vom "großen Glück" gesegnet war glaube ich nicht. Das war schon fast immer eine konzentrierte gute Leistung. M.E. gibt es einfach Nachlässigkeiten in Konzentration uns Einstellung. Für mich liegt eine entscheidende Ursache dain, dass Schlüsselspieler nicht 100%ig fit (Reus, Piszczek, Schmelzer) sind und die Jung-Starts (insbesondere Sancho, Hakimi) schlicht überspielt sind.

Allerdings finde ich auch, dass man taktisch variabler sein muss. Wenn man 2 5er-Reihen durch die Mitte ausspielen will muss das Kurzpassspiel sowie das Timing bei Pässen und Läufen einfach perfekt funktionieren. Das ist aber gerade aus den o.g. Gründen nicht so. Daher finde ich, dass man auch über taktische Alternativen (Flanken) und das dazu passende Personal hätte nachdenken müssen.


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