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Tuchel und der BVB - das ist keine „echte Liebe“ (BVB)

Schulten Manni, Berlin, Dienstag, 02.05.2017, 10:30 (vor 3168 Tagen) @ Phil

Selbstverständlich kann von keiner Führungskraft mit Personalverantwortung erwartet werden, bei Einstellungen eine Trefferquote von 100 Prozent zu haben. Wobei Watzke und Zorc in Sachen Trainerverpflichtungen auch nicht bei 100 Prozent liegen. Aber das ist ein anderes Thema.


Alles wo im Rahmen von Entscheidung von "100 %" gesprochen wird, erst Recht bei der Personalauswahl, ist doch völlig utopisch. Also ich habe schon diverse Menschen in meinem Leben eingestellt, und habe dabei auch Entscheidungen später bereut und dann korrigiert. Und ich kenne keinen, der Personalauswahl trifft, dem es noch nicht so gegangen ist.

Wenn das bei dir anders ist, hoffe ich, dass du diese Fähigkeiten auch entsprechend qua deiner Position umgewandelt hast und davon finanziell profitierst. Solche Fähigkeiten wären sehr selten zu finden.

Phil, dann lass es uns doch gerne mit einem Extrembeispiel etwas zuspitzen: auch beim HSV sind doch seit Jahren Führungskräfte unterwegs und wir unterstellen mal, dass keiner von ihnen vorhatte, dem Verein vorsätzlich zu schaden. Trotzdem haben sich - relativ viele - Personalentscheidungen -diplomatisch formuliert - als falsch herausgestellt. Wie zB auch in Wolfsburg oder lange Zeit in Köln. Man kann also auch als Führungskraft ein bessere oder schlechtere Quote haben. Und: nein, mit keinem dieser Leute will ich Watzke und Zorc allen Ernstes auf eine Stufe stellen.

In meiner "Firma" hätte Watzke mit dem von mir zitierten Spruch über Tuchel zumindest als Teil der mittleren Führungsebene schon relativ sicher ein Gespräch mit dem ranghöheren Vorgesetzten bekommen.

Trotzdem finde ich deine Argumentation an diesem Punkt nicht schlüssig. Wenn die von dir kolportierten Vorwürfe gegen Tuchel zutreffen, dann entsprechen sie nahezu exakt den Vorwürfen, die vor seiner Verpflichtung in der Öffentlichkeit und auch hier im Forum diskutiert wurden. Wenn Watzke und Zorc Tuchel in Kenntnis dieser Umstände verpflichtet haben ("you get what you see"), dann kann man ihnen meiner Meinung nach - zugespitzt - nicht dafür auf die Schulter klopfen, dass sie den Mut haben, die Reißleine zu ziehen und gleichzeitig bestreiten, dass es sich um eine falsche auswahlentscheidung handelt, für die man auch Verantwortung übernehmen muss.


Man dachte halt, es würde klappen. Was ist daran so katstrophal? Auch bei Klopp gab es Vorbehalte. Und man ging davon aus, die kritischen Punkte geregelt zu kriegen, was auch geschah.


Von katastrophal rede ich nicht. Ich sehe dann halt nur eine Mitverantwortung, ohne den Rücktritt zu fordern. Und nicht einseitig bei Tuchel. Wer Magath (oder demnächst Roger Schmidt) verpflichtet und darauf vertraut, die kritischen Punkte geregelt zu kriegen, ist in der Verantwortung. Nicht mehr und nicht weniger. Immer unterstellt, dass die Behauptungen über Tuchel so auch wirklich zutreffen.

MFG
Phil


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