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Schlägerei in Unnaer Flüchtlingsunterkunft – mehrere Dutzend Beteiligte (Sonstiges)

Fonzie, Münster, Samstag, 19.08.2023, 08:09 (vor 884 Tagen) @ markus

(...) Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Myanmar, Somalia oder anderen Ländern. Die haben eigentlich keine realistische Chance, direkt in ihren eigentlichen Berufen anzufangen.


Wobei man da auch registrieren sollte, dass diese Berufsabschlüsse in vielen Bereichen auch einfach nicht vergleichbar sind.


Richtig. Die Annahme, dass man einfach aus Böswilligkeit oder Unfähigkeit Abschlüsse nicht anerkennt, ist falsch. Einiges wird durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz erleichtert. Aber du wirst halt schlecht z.B. einen Juristen einfach so in Deutschland arbeiten lassen.

Ich habe auch nie gesagt, dass Berufsabschlüsse in jedem Fall komplett vergleichbar sind und ohne jede Ausnahme 1:1 übernommen werden sollen. Aktuell nehme ich die Situation in den mir bekannten Fällen aber so wahr, dass man als Flüchtling kaum eine Chance hat, überhaupt in einen qualifizierten Beruf zu kommen.

Es geht auch nicht darum, dass Flüchtlinge aus Somalia kommend direkt einen Sitz am BGH erhalten. Aber in dem von mir geschilderten Fall reden wir über eine ukrainische Deutschlehrerin, die bei uns ukrainischen Kindern deutsch beibringt. Das darf sie aber nur, weil wir ein kreatives Konstrukt gefunden haben, wo sie mehr oder weniger geführt und bezahlt wird wie jemand vom Handballverein, der eine Handball-AG für Fünftklässler leitet. Auch hier wollten wir keine Verbeamtung auf Lebenszeit, sondern eine Vertretungsstelle für DAZ, die uns sowieso Zustand, mit ihr besetzen. Solche Fälle kenne ich von den Familien der Migranten leider reihenweise. Es gibt Menschen mit Ausbildung/Studium, es gibt willige Betriebe/Firmen, die sie einstellen möchten und es scheitert am Status oder der Anerkennung. Da müsste es meiner Meinung nach häufiger eine Prüfung im Einzelfall geben und auch eine realistische Möglichkeit zum Erwerb der fehlenden Zusatzqualifikationen (rechtliche Unterschiede innerhalb des Berufs in D etc.) geben, ohne die komplette Ausbildung noch mal zu durchlaufen.

Und das ist auch das nervige an diesen Diskussionen. Selbst keinen Plan haben, aber auf jeden Fall wissen, dass es am Versagen der Politik liegt.

Ich finde diesen Ton ehrlich gesagt total daneben, vor allem in Kombi damit, dass es nicht mal eine direkte Antwort auf meinen Beitrag ist. Ich habe nie vom Versagen der Politik gesprochen und glaube ich relativ klar gemacht, wo meine Kompetenzen in diesem Bereich liegen und wo nicht.


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