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Vertrauen in den Staat sinkt seit Jahren. (Sonstiges)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 17.08.2023, 12:56 (vor 886 Tagen) @ Taifun
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 17.08.2023, 13:11

Viele richtige Punkte.

Diese hohe Unzufriedenheit mit dem Staat sorgt imho für die hohen Werte der AfD.

Die Bundesregierung hat in dieser Woche wieder gezeigt, warum die Unzufriedenheit hoch ist. Solange aber die hohen Werte der AfD nur auf Rechtsradikalismus der Wähler geschoben wird, brauchen die Regierungsparteien ihre Politik nicht zu ändern. Die Werte der AfD werden jetzt erneut steigen, aber man wird irgendeine Bemerkung von Söder oder Merz verantwortlich machen.

Die FDP (Lindnder und keine neuen Schulden) blockiert gerade massiv, die Grünen kümmern sich selten um Realpolitik (Stimmung im Volk? Egal) und die SPD mit Scholz schaut zu (hat die SPD überhaupt ein wichtiges Ministerium?).

Merkel hat in ihrer Zeit geführt und wir hätten aktuell eine deutliche Unterstützung der Wirtschaft, ohne Kürzung von Sozialleistungen. Das Motto war immer: Eine starke Wirtschaft generiert Steuereinnahmen.

Zur Info: Merz und Söder wären nicht die Lösung des Problems.

Das empfinde ich auch so. Sind diejenigen, die die AfD wählen alle zumindest mal bereit, eine rechtsradikale Partei zu unterstützen, auch wenn sie selbst vielleicht wirklich "nur" gegen alle anderen Parteien ihre Stimme erheben wollen, ohne tiefergehenden Fremdenhass o.Ä.? Ja, natürlich. Hilft es uns, insbesonderen den Menschen, die das Spiel der AfD durchdrungen haben, welches niemandem außer den AfD Köpfen selbst Vorteile bringen wird, immer nur die gleichen Phrasen zu dreschen? Nein, in keinster Weise.

Ich bin schon erstaunt darüber, wie wenig echte Lösungen parteiübergreifend für das Gros der Bürgerinnen und Bürger gefunden werden können und konnten über die vergangenen 2 Jahrzehnte und vor allem, wie wenig "Mindset"-Change vorhanden ist in der politischen und ökonomischen Spitze des Landes, dass wir so auf Dauer unweigerlich in politische Verwerfungsprozesse geraten. Ich glaube, es gibt keine einfachen Lösungen für die komplexen Probleme, aber Lösungsfindungsprozesse für "die Mitte" des Landes sind seit der zweiten Hälfte von Angela Merkel und auch in der aktuellen Bundesregierung nahezu gar nicht zu erkennen. Im Gegenteil, es wird immer schwerer für zunehmend große Teile der Gesellschaft.

Was mich auch verwundert, ist die Priorisierung von Problemen und der Einsatz von Energie und Ressourcen. Gestern Abend wurde im Heute-Journal wieder groß und breit aus der BPK, mit Interview des Bundesgesundheitsministers im Nachgang als auch einen Einblick in einen "Cannabis-Verein", über das Thema "Legalisierung von Cannabis" berichtet. Ja, man kann in entspannten Zeiten über so ein Vorhaben debattieren, keine Frage. Aber ist das jetzt ein Thema, dass das Groß der Bevölkerung beschäftigt? Sehen die Bürgerinnen und Bürger hier jetzt Ressourcen sinnvoll eingesetzt? Wo doch vor wenigen Wochen, und meines Wissens nach auch heute noch, massive Probleme bei der Lieferfähigkeit von Antibiotika, nachhaltig schlechte Verfügbarkeit von medizinischem Personal auf dem Land sowie multiplen Herausforderungen im Gesundheitssystem vorherrschen? Ich glaube nicht.


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