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harter Winter (Corona)

markus @, Sonntag, 18. Oktober 2020, 16:22 (vor 40 Tagen) @ Ulrich

Meinung: Deutschland steht ein langer, harter Winter bevor

"Wieso war und ist es ein furchtbarer Kraftakt, einen sterbenden Familienangehörigen in der Klinik besuchen zu dürfen, und warum spielt die Bundesliga zeitgleich wieder vor Publikum? Warum müssen verantwortungsbewusste Bürger auf Reisen zu zweit in ein Hotel im Nachbarbundesland verzichten, während die Polizei es nicht schafft, Partys mit einigen hundert Teilnehmern aufzulösen?"


Was den Fußball angeht, so ist da sehr viel Subjektivität im Spiel. Auch wenn sich der Wissensstand erst noch entwickelt, scheint die Gefährdung im Freien beim Fußballspiel überschaubar. Im Krankenhaus hingegen muss man Patienten und Personal schützen. Bereits eine Infektion hätte unter Umständen verheerende Folgen.

Was die Partys angeht, so sind die in der Tat hoch problematisch. Insbesondere dann, wenn sie sich drinnen abspielen. Und zeitweise hatte man den Eindruck, es gäbe gar keine Regeln.

Wobei auch erst einige wenige Spiele mit Publikum bei niedrigem Infektionsgeschehen (unter 35 je 100.000 Einwohner) stattgefunden haben. Wenn zufällig kein Infizierter im Stadion war oder sich die wenigen Infizierten absolut korrekt verhalten haben und bestenfalls mit dem PKW angereist sind, dann passiert natürlich nichts. Ob tatsächlich absolut gar nichts passiert ist, wissen wir zudem nicht. Bei knapp 30% der Infizierten ist die genaue Infektionskette unbekannt. Zudem gab es an der Ubahn Haltestelle Rückstaus.

Wissenschaftlich erwiesen ist, dass sich das Virus bei Begegnungen verbreitet und die Anzahl der Begegnungen eine Rolle spielt. Deshalb soll jetzt jeder die Anzahl der Begegnungen auf das absolut notwendige reduzieren und dazu zählt halt nicht der Fußball. Und anders als Watzke das gerne hätte, spielt sehr wohl auch die Wichtigkeit eine Rolle, ebenso wie das Infektionsgeschehen. Prio 1 haben jetzt die Schulen und die Wirtschaft. Dafür müssen andere, unwichtigere Dinge zurückgestellt werden, auch wenn sie vielleicht das im direkten Vergleich bessere Hygienekonzept haben. Das Infektionsgeschehen ist ebenso wichtig. Denn wenn mehr Menschen infiziert sind, sind am Ende auch mehr Infizierte Menschen im Stadion und neue Infektionsketten werden wahrscheinlicher.

Ginge es ausschließlich um die Qualität des Hygienekonzept, gäbe es vorrangig Fußball, während Schulen und die Gastronomie noch weit vor dem Fußball geschlossen werden müssten. Das will man nicht mehr. Deshalb spielt jetzt auch die Wichtigkeit eine Rolle. Dass bei mehr als 35 von 100.000 Infektionen keine Spiele mit Zuschauern stattfinden, ist letztendlich auch Bestandteil des Hygienekonzepts der DFL. Watzke hat allerdings auch klargestellt, dass Verlässlichkeit wichtig ist und man daher nicht nachverhandeln wird.

In Existenznöte dürften einige Vereine kommen, wenn die Saison erneut unterbrochen werden müsste und kein Fernsehgeld fließt.

 

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