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Gerade einen Schwurbler in der Bahn gehabt (Corona)

Ulrich @, Samstag, 17. Oktober 2020, 10:46 (vor 5 Tagen) @ Ingenieur84

Kassel, Neuinfizierte je 100.000 Einwohner: 100,9
Quelle: RKI (Stand 16.10.2020, 0.00 Uhr)

Hauptbahnhof Kassel, Zug im Feierabendverkehr
Stark übergewichtiger Mann sitzt auf einem Viererplatz und isst Süßigkeiten.
Schaffner kommt in die Bahn gestürmt und spricht den Mann laut an: Sie verlassen sofort die Bahn!
Schwurbler: Nein, mache ich nicht.
Schaffner: Wieso?
Schwurbler: Weil ich einen gültigen Beförderungsvertrag mit ihnen geschlossen habe.
Schaffner: Sie verlassen jetzt die Bahn oder ziehen eine Maske an, ansonsten rufe ich die Bundespolizei.
Schwurbler: Nein, tue ich nicht. Ich habe einen gültigen Beförderungsvertrag mit ihnen geschlossen. Wollen Sie ihn sehen? *Zeigt sein vergilbtes Monatsticket* Und wenn sie mich jetzt nicht befördern, hole ICH die Bundespolizei.
Der Schaffner ist komplett nervös, ringt nach Worten und guckt in der Bahn umher, während der Schwurbler völlig unaufgeregt und selbstsicher "argumentiert".
Schaffner (schreiend an die übrigen Fahrgäste gerichtet): Sehen Sie! Das sind die Leute wegen denen wir Corona haben. *Rennt aus der Bahn, Türen schließen, Zug fährt*
Schwurbler (sich in seinem Sieg sonnend): Gefährlich sind nur die, die Lügen verbreiten!

Übrigens hat keiner der Fahrgäste (mich eingeschlossen) den Schaffner unterstützt, sondern alle haben voller Angst weggeguckt.

Das sind mit Sicherheit ganz schwierige Situationen, auch für den Schaffner. Niemand weiß, ob das ganze nicht komplett eskalieren könnte. Vereinzelt hat es so etwas ja auch schon gegeben. Aktuell sind einige komplett "Irre" unterwegs. Es gab immer wieder Fälle, in denen bewusst eskaliert wurde, um das ganze dann von einer weiteren Person z.B. per Handy filmen zu lassen.

Zudem sind im Berufsverkehr im ÖPNV eher Einzelpersonen unterwegs, die einander nicht kennen. Wenn man wüsste, dass man einige Bekannte im Rücken hat, dann würde man vermutlich schon eher etwas machen, z.B. die Person auffordern, eine Maske aufzusetzen um nicht alle anderen zu gefährden.

Und auch der Schaffner ist zunächst einmal auf sich selbst gestellt. Auch wenn es im Bahnhof eine Wache der Bundespolizei gibt, dann ist nicht gesagt, dass man von dort zeitnah jemanden schicken kann. Häufig sind ja alle Beamten im Einsatz.

So wie Du den Mann beschreibst, dürfte er übrigens im Falle einer Infektion ein Kandidat für einen schweren Verlauf sein.

 

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