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Hummels im Spielaufbau (BVB)

Will Kane @, Saarbrücken, Sonntag, 01. Dezember 2019, 22:15 (vor 5 Tagen) @ Arel

Was mir an der Formation grundsätzlich gut gefallen hat, war das Hummels (bis zu seinem Platzverweis) deutlich stärker am Aufbauspiel beteiligt war und es meiner Meinung nach so variabler wurde, in dem er eben zu Brandt oder Witsel stecken konnte oder die relativ hoch postierten Hakimi oder Guerreiro anvisieren konnte. Defensiv müsste man es so hinkriegen, dass Hummels in kein 1 vs 1-Laufduell gegen einen gegnerischen Stürmer muss. Vielleicht indem man ihn bei gegenerischem Ballbesitz etwas vorzieht und Akanji und Zagadou etwas weiter hinten postiert? Hätte den Vorteil, dass Hummels durch sein Gutes Antizipationsspiel einiges weiter vorne abfangen könnte.

Im Grunde genommen ist der zentrale Verteidiger einer Dreierkette im heutigen Fußball so etwas wie ein moderner Libero. Er soll eher seine Neben- und Vorderleute mit absichern, und die nicht ihn. Die Raumabdeckung seiner Nebenleute ist schon umfassend genug. Sicherlich hat er seine Aufgaben auch in der Spieleröffnung und im Spielaufbau, ist eine gute Antizipation immer wertvoll bei der Verhinderung z.B. gegnerischer Durchbrüche oder beim Ablaufen gegnerischer Pässe oder Zulaufen von offenen Räumen. Hasebe von der Frankfurter Eintracht macht das auf seine alten Tage immer noch recht gut, auch wenn man in direkten Laufduellen merkt, dass er nicht mehr der Jüngste ist. Und diese direkten Laufduelle werden sich nicht verhindern lassen, auch bei der besten Organisation nicht. Und das war immer schon die Achillesferse von Hummels. Sollten wir tatsächlich öfters auf die Dreierkette zurückgreifen, so fürchte ich das eine oder andere verlorene Laufduell. Oder eine gelbe, gelb/rote oder gar rote Karte. Wenn Hummels auf der zentralen Position spielt. Man muss sehen, wie er sich selbst besser verhalten kann in den entsprechenden Situationen.


Man hat finde ich an dem Spiel bzw. in der 1.HZ auch nochmal gesehen, wie gut uns ein 8er tut, der die Bälle deutlich zielgerichteter nach vorne verteilt als das Delaney oder Weigl überlicherweise machen. Ob Brandt das auf Dauer sein kann, finde ich schwer zu sagen (evtl. lassen sich seine Defensivschwächen ja durch eine Dreikette kompensieren). Falls nicht, sollte man hier definitiv was in der nächsten oder übernächsten Transferperiode tun.

In der Wintertransferperiode ist es immer schwierig. Da müssen schon die jeweiligen Konstellationen absolut passgenau aufeinandertreffen, was nur sehr selten im Winter der Fall ist. Vielleicht wenn es sich um Transfers aus Ländern handelt, deren Saison dem Kalenderjahr entspricht.

Brandt muss man mMn zuletzt erkennbaren Einsatzwillen und Laufbereitschaft attestieren. Wie es mittel- und langfristig mit der Defensivarbeit Brandts weitergehen wird, kann wohl niemand prognostizieren. Wenn er Kompaktheit neben und vor allem hinter sich hat, dann kann er sich mMn auf einer tieferen zentralen Position (8er) fesrspielen und für unser Spiel wertvoll werden. Aber diese Kompaktheit neben und hinter sich ist nach meiner Einschätzung dafür eben die wesentliche Voraussetzung.

Man muss abwarten, wie sich das entwickelt. Wir haben gegen eine zwar wie zu erwarten gallig auftretende, spielerisch aber nach wie vor wenig überzeugende Hertha gespielt. Da warten jetzt bis zur Winterpause doch noch ein paar herausforderndere Kaliber auf uns.

 

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