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Positiv getestete Profis und die Dunkelziffer (BVB)

Micawber, Sauerland, Samstag, 14.03.2020, 13:32 (vor 2374 Tagen) @ José

Kommt nur mir die Relation der Anzahl von positiv getesteten Promis/Profis zur Zahl positiver Tests in der Gesamtbevölkerung sehr hoch vor?

Profis haben vermutlich mit weniger Personen täglich Kontakt, als der Durchschnittspendler.

Davon ausgehend, dass dort einfach mehr/eher getestet und generell die medizinische Betreuung deutlich engmaschiger sein dürfte als in der Normalbevölkerung, würde das für eine ziemlich hohe Dunkelziffer in der Bevölkerung sprechen.

Einerseits beruhigend, weil dann offensichtlich die Sterblichkeit bzw. Der Anteil schwerer Verläufe geringer ist - andererseits ein deutlicher Fingerzeig, selbst darauf zu achten, nicht Übertrager zu werden, obwohl man keinerlei Symptome hat.


Die Zahl der tatsächlich Infizierten dürfte aktuell in den meisten Ländern ca. 10 bis 20 Mal so hoch sein wie die jeweils offiziell angegebene Zahl der festgestellten Infektionen. (Diese Daten wurden zumindest gestern in und für GB auf einer Regierungs-Pressekonferenz von einem Experten so angegeben, und so viel besser wird es trotz höherer Zahl von Test auch hierzulande nicht aussehen.)

In Deutschland müsste man heute also von ca. 50.000 bis 80.000 Infizierten ausgehen. Über genaue Zahlen zu diskutieren bringt aber eh nicht viel, da diese ohnehin täglich deutlich nach oben angepasst werden müssen.

Die Frage wird halt sein, wie lange diese enormen Anstiege noch so weiter gehen, ob die bisherigen Maßnahmen bereits zu einer spürbaren Verlangsamung ausreichen, die ja ohnehin erst in frühestens ca. 14 Tagen sichtbar würden, und welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen, um diesen Ausbruch zu stoppen.

Selbst wenn man Glück hat und die Ausbreitung ähnlich wie in einigen asiatischen Staaten doch noch eindämmen kann, bleibt dann die Frage, wie es nach der Aufhebung der Quarantäne-Maßnahmen dann weitergehen wird.


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