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Die öffentliche Verwaltung wird kaputt gespart... (BVB)

Voomy, Berlin, Freitag, 13.03.2020, 23:08 (vor 2374 Tagen) @ DB146

Umso erstaunlicher finde ich, dass in anderen Fällen dann eher so locker mit Leuten umgegangen wird, bei denen wohl tatsächlich begründeter Verdacht besteht. So ein bisschen scheint gerade jegliches Maß verloren zu gehen.


Was halt am Föderalismus liegt. Mal hast du da Fachleute sitzen, mal sind in den zuständigen Positionen Sesselschwitzer, die das Wort Pandemie erstmal googlen mussten. Es gibt keine bundesweite Vorgehensweise.

Mehr Privat, weniger Staat wird seit 30 Jahren gefordert. Verwaltung muss immer straffer werden. Erkundigt euch doch mal, wie viele Mitarbeiter in einer normalen Großstadt in NRW in diesem Bereich tätig sind. Wenn Ihr in eurer kreisfreien Stadt bzw. eurem Landkreis knapp auf eine zweistellige Zahl kommt, könnt ihr vor Freude ne Flasche Sekt öffnen.

Die Leute arbeiten im Moment rund um die Uhr, können sich aber schlecht klonen. Ein Patient hat teilweise bis zu 100, 200, auch mal 300 Kontaktpersonen gehabt. Ganz zu schweigen von Leuten, die noch auf Veranstaltungen oder in Kneipen waren - oder Einkaufen (weißt du noch, wer letzte Woche vor und hinter dir an der Kasse stand - mit Namen und Anschrift?!). Viel Spaß beim Ermitteln der Kontaktpersonen. Wenn du dann zwei- oder dreistellige Fallzahlen und noch viel viel mehr Verdachtsfälle hast, bleibt dir nichts anderes übrig als dich auf die Fälle zu beschränken, die sehr wahrscheinlich infiziert sind.

Dir helfen die besten Gesundheitsaufseher/ Hygienekontrolleure nichts, wenn die Masse an Fällen einfach zu groß ist.

Es geht mir gar nicht darum den Arbeitswillen dieser Leute zu kritisieren. Ich rede hier nicht von Amtsschimmel. Es geht mehr darum, dass diese Leute in der Regel eben keine Experten in Form von Staatssekretären haben. Dass die Seuchenkontrolle teilweise in der Hand des Bürgermeisters von Buxtehude liegt ist überaus beunruhigend.


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