schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Ich bin mir nicht sicher, ob es genauso umsetzbar gewesen wäre (BVB)

Pellegrino, Bierhauptstadt, Dienstag, 27.02.2018, 19:27 (vor 2865 Tagen) @ cutman
bearbeitet von Pellegrino, Dienstag, 27.02.2018, 19:32

Ich wiederhole mich eigentlich ungern, aber unser Boykott war unprofessionel!
Da Lob ich mir die Eintracht! Hut ab... Boykott und trotzdem 100% die Mannschaft unterstützt.

Der Protest in Dortmund hat doch klar eine Wirkung erzielt, dass sollten wir zunächst mal festhalten. Man kann nun den Boykott besser finden, oder die Gangart die Frankfurt gewählt hat. Ich fand den Protest der Frankfurter auch stark, bin mir jedoch nicht sicher ob es in der gänze so umsetzbar gewesen wäre wie dort. Ich versuche das ganze mal aufzudröseln.

#1 Betreten des Innenraums
In Frankfurt wurde es den Fans erlaubt den Innenraum für den Protest zu betreten (zumindest wurde es im Fernsehen so verkündet). Ob dies in Dortmund auch so erlaubt worden wäre kann ich beim besten willen nicht beurteilen. Nachdem Nobby bei der letzten Meisterschaft aber schon schnappatmung bekommen hat, weil Leute auf den Zaun geklettert sind und die halbe Süd das mit "und ihr wollt Borussen sein" Schlachtrufen begeleitet hat, bezweifle ich das nun einfach mal. Hätte man es nun gewaltsam durchgesetzt, würde das hier sicherlich (auch zu recht) verrissen werden, weil für den Protest nicht förderlich gewesen wäre. Ich sehe die Schlagzeilen ala "Chaoten versuchen Montagsspiel abzubrechen", "Versuchter Platzsturm konnte nicht knapp verhindert werden", "Dortmunder Chaoten torpedieren friedlichen Protest" vor mir.

#2 Werfen von Tennisbällen / Klopapier
Vor der Süd befindet sich auf der ganzen Länge ein Fangnetz. Dieser Teil wäre somit kaum umsetzbar gewesen. Hätte man sich dafür auf die Sitzplatztribünen begeben, hätte man sich dort ohne gültiges Ticket aufgehalten. Auch dass ist nicht erlaubt und könnte ggf. konsequenzen nachsich ziehen. Dass das Sitzplatzpublik dazu animiert werden könnte, schließe ich jetzt auch mal aus. Ob der BVB da mitgespielt hätte bin ich mir bei besten Willen nicht sicher. Jede Bekundung über die vermeintliche Abneigung gegen den Termin hin oder her.

#3 Trillerpfeifen
Diese sind der einzige Punkt, den ich auch so in Dortmund für umsetzbar halten würde. Aber hätten sie, ohne die anderen Punkte einen Protest ebenso wirksam gemacht? Oder hätte man dann meckern können, dass man zwar kopiert hat, es aber gegenüber Frankfurt deutlich abfällt. Meine Meinung dazu persönlich ist zudem, dass wenn man mit Trillerpfeifen gegen ein Montagsspiel protestieren möchte, dies auch bei Ballbesitz gegen beide Mannschaften machen sollte. Sonst stört man ja zunehmend die gegnerische Mannschaft, was die Intention des Protestes für mich durchaus verfälscht.

Allgemein muss man auch mal festhalten, dass für die Proteste in Frankfurt der Sportgerichtsbarkeit durchaus Strafen ausgesprochen werden könnten. Ich persönlich finde das eingehen dieses Risikos durchaus O.K. und würde mich da auch das nötige Fingerspitzengefühl wünschen. Ausschließen kann man es aber sicher nicht. Der Dortmund Boykott hingehen was dahingend ungefährlicher. Mein Fazit ist daher, dass ich beide Formen gut fand, auch wenn jede Art seine stärken und schwächen hat.

Achja, bevor einer meckert: Ich habe das Frankfurtspiel nicht über Eurosport verfolgt, möchte aber auf meine Quelle nicht weiter eingehen. Da kann sich jetzt jeder selbst überlegen, wie ich es geschafft habe das Spiel zu sehen. Ich war übrigens auch so pfiffig, ebenso unser Spiel auf diese Weise zu verfolgen.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1518608 Einträge in 16325 Threads, 14353 registrierte Benutzer Forumszeit: 01.01.2026, 22:35
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln