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Armutszeugnis für den Fußball (BVB)

stfn84, Köln, Dienstag, 27.02.2018, 08:21 (vor 3161 Tagen) @ Sascha

Hallo Sascha,

zunächst mal, muss ich Dir natürlich zustimmen. Wir spielen aktuell keinen guten Fußball. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Etats ist das momentan sehr kritikwürdig. Wir finden zu selten Lösungen, sind nach vorne oftmals nicht druckvoll genug und in der Rückwärtsbewegung das ein oder andere Mal fahrlässig. Das gilt es schnellstmöglich zu verbessern, wobei ich da momentan wenig Spielraum sehe. Traurig und vor allem ernüchternd, da unser Kader es locker hergeben sollte, dass man unangefochten auf Platz 2 steht.

Mir fehlt in der Betrachtung der eigenen Leistungen aber der Kontext.

Ja, wir spielen teilweise richtig miesen Fußball. Trotzdem reicht es für Platz 2. Vier Teams haben weniger Gegentore, ein Team hat mehr Tore erzielt.

Heute sind die Blauen dann auf einmal das best-practise. Ein super Trainer mit einem überragenden taktischen Konzept. Gestern fragte sich noch jeder, wie es diese Mannschaft auf Platz 2 (nun 3) der Tabelle geschafft haben will.
Leipzig hat uns schon lange überholt, während Teams wie Gladbach und Leverkusen auch drauf und dran dies zu tun.
Das ist doch undifferenzierter Nonsens!

Wir liefern in dieser Saison eine sehr dürftige Leistung ab. Ja! Dabei gilt es die Schwachstellen (z.B. defensive Grundordnung, offensive Spielelemente) zu erkennen, zu analysieren und zu beheben.

Wenn Du von Armutszeugnis sprichst, oder andere sich für die Leistungen des BVB schämen und/oder dem Gegner ein Weiterkommen in der EL/einen Sieg in der Bundesliga wünschen, dann gilt dies ja analog für 17 von 18 Bundesligisten.


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