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Armutszeugnis für den Fußball (BVB)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 27.02.2018, 19:24 (vor 2865 Tagen) @ Phil
bearbeitet von FourrierTrans, Dienstag, 27.02.2018, 19:28

Unter dem Strich ist einfach nicht mehr drin. Das müssen wir einfach so feststellen und auch ein stückweit akzeptieren. Dieser Kader passt hinten und vorne nicht zusammen, ist teilweise in grässlicher Form und darüber hinaus auch mental in keinem guten Zustand. Dann noch der Aubameyang Abgang, sprich, dass mit Batshuayi kann ja noch gar nicht perfekt abgestimmt sein.

Dass dennoch die Resultate auf dem Papier halbwegs passen, ist einfach ein Glücksfall. Der schwachen Liga geschuldet und auch eben schlicht Glück (wie in Bergamo zuletzt).

Ich sehe nicht, dass sich da in dieser Saison noch groß etwas verändern wird. Man muss sich da jetzt einfach irgendwie durchrumpeln und hoffen, dass am Ende Platz 2-4 dabei herauskommt.

Das hatten wir im übrigen auch schon mal in den 90iger Jahren. Als Hitzfeld ja mit seinem neuen Starensemble (mit Riedle als teuersten Zugang) in der Hinrunde ziemlich abschmierte und schon am wanken war. Dann hat man im Winter z.B. Rodriguez geholt, weil der Rummenigge Abgang nicht verkraftet wurde. Im Team herrschte Unruhe und Streit. In der Rückrunde hat man dann trotzdem, mit zum Teil auch schrecklichem Fußball, irgendwie die Punkte gesammelt und konnte noch den UEFA Cup Platz erreichen. Das war alles mehr als ungut damals, und ein sehr teurer Kader konnte es überhaupt nicht auf die Spur bringen.

Ich sehe nicht, dass da jetzt groß was zu machen ist. Natürlich in Nuancen. Und das wird auch nötig sein, wenn man nun weiter auf den Plätzen 2-4 stehen will. Obschon die Konkurrenz nun eben nicht so ist, dass man da jetzt Bäume ausreißen müsste, um das zu schaffen.

Entscheidend wird der Sommer werden. Zum einen muss schnell geklärt werden, wer der neue Trainer wird/ist. Und dann müssen personelle Weichen gestellt werden. Leider ist das immer schwieriger. Emre Can zum Beispiel war durchaus am BVB interssiert und wir sehr stark an ihm. Er wäre eine tolle Verpflichtung gewesen. Leider unter dem Strich nicht realisierbar.

MFG
Phil

Ich weiß nicht, ist mir manchmal alles etwas zu einfach. Borussia Dortmund hat, im Vergleich zu ~ 80-85% aller anderen europäischen Mannschaft, in jeder Hinsicht bessere Argumente. In manchen Bereichen muss man vielleicht mittlerweile sagen "hatte".

Ich habe keine "Alternativpersonalien", aber ehrlicherweise dennoch das Gefühl, dass manche Führungsköpfe des Vereins mit ihren Aufgaben überfordert sind. Es fehlt an Durchsetzungskraft in vielen Bereichen, an ein Gespür für das Umfeld des BVB, an sinnvolle Strategien was man wan wo der Öffentlichkeit wann mitteilt, teilweise an Glaubwürdigkeit und insbesondere (was auch Sascha andeutet) an der Fähigkeit einen ansprechenden Kader + Trainer MIT entsprechender spielerischer Ausrichtung zusammenzustellen. Eigentlich fehlt es seit einiger Zeit an allem, was einen erfolgreichen und ruhig geführten Verein ausmacht. Ich finde das sehr schade, besonders, weil ich diese Personen im Grunde immer gern gemocht habe, auch wenn ihre Glaubwürdigkeit und mein Vertrauen in Ihnen (besonders als Fan) in den vergangenen 2-3 Jahren stark gelitten hat.
Ganz grundsätzlich glaube ich jedoch, ehrlich gesagt, nicht an eine verbesserte Lage in der nächsten oder übernächsten Saison. Der große Erfolg kam mit Jürgen Klopp, dem denkenden Kopf des Ganzen (aus meiner Sicht). Danach hat der BVB nach und nach stetig abgebaut in seiner sportlichen Leistung und in seiner Fähigkeit, einen guten Kader zu präsentieren, der diszipliniert und akribisch seine Leistung abruft. Man hat es insbesondere verpasst alte Tugenden beizubehalten und junge, talentierte Spieler für den Verein zu begeistern. Man begnügt sich nun mit halbgaren Superstars und Ex-Spielern, deren Karriere anderswo zu Ende war, in der Hoffnung, so bei den großen Clubs mitspielen zu dürfen. Diese Mischung hatte eigentlich schon immer das Wiederfinden im Mittelmaß zur Folge, obwohl der Kader teuer zu Buche schlägt.


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