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Mentalität ist das Zauberwort (BVB)

Fluegelflitzer, Göttingen, Montag, 26.02.2018, 23:39 (vor 2866 Tagen) @ Zudu

Didi schrieb es richtigerweise im Spielthread.

Wo die Bayern „geil“ auf das 2,3,4:0 sind, sind unsere Spieler nach einer 1:0 Führung zufrieden und denken sich, dass sie mit ihrer Klasse jetzt einen Selbstläufer vor sich haben.
Das hat nichts, gar nichts, mit limitierter spielerischer Fähigkeiten zu tun, es klappt ja schließlich auch bis zum 1:0 hin, das ist ganz einfach die innere Überzeugung. Kein Wille, keine Gier auf Erfolg. Sich mit dem erstbesten zufrieden gebend. Das unterscheidet einen erfolgreichen Menschen (Sportler) von einem unerfolgreichen.


Die Bayern haben einfach deutlich besseres Spielermaterial und einen vernünftigen Trainer. Das dürfte deutlich mehr erklären, als das ständige, sinnlose Gesülze über Einsatz und Mentalität. Weigl hat beispielsweise in HZ1 knapp 70% Zweikämpfe gewonnen und war dann in HZ2 völlig raus. Man kann jetzt natürlich was von schlechter Mentalität faseln, oder vllt mal taktisch analysieren, warum er in keine Zweikämpfe mehr kam.


Keine Ahnung ob Stöger ihm in der Halbzeit verboten hat weiterhin Zweikämpfe zur führen, oder es seine eigene Einstellung zu der Sache war ;)


Vielleicht wird die Zweikampfführung aber auch einfach etwas schwerer, wenn im Mittelfeld plötzlich Löcher da sind, in die ganze Busskolonnen passen und ein koordiniertes Pressing nicht mehr stattfinden kann. Ich verstehe immerm mehr, warum Stöger immer wieder sagt, dass Bosz viel gutes geleistet hat. Erst dachte ich, der macht das aus Höflichkeit und Respekt. Mir dämmert es aber immer mehr, dass der das wirklich so meint.


Aber stellt nicht eben das Wort „plötzlich“ die Mentalitätsfrage her? Anscheinend, wie in den ersten dreißig Minuten zu beobachten, hat die Mannschaft ja nun einmal die Qualität so zu spielen. Nur um dann nach dreißig Minuten alles niederzulegen? Oder haben wir - ich hoffe das ist nicht zu hart ausgedrückt - ein wenig beschränkte Spieler in unserem Kader, denen es einfach nicht möglich ist sich länger als eine Viertelstunde konzentrieren zu können?

Der Bruch kam nicht nach 30 Minuten, sondern nach Wiederanpfiff. Man muss schon Tomaten auf den Augen haben, um nicht zu sehen, dass wir in der zweiten Hälfte komplett anders strukturiert waren und unser Spiel sehr in die Breite verlagert haben.
Es hat doch bei uns Tradition, immer alles so lange auf die Mentalität der Spieler zu schieben, bis man die taktischen Fehler einfach nicht mehr ignorieren kann. Das war am Ende bei Klopp so, bei Tuchel, bei Bosz und jetzt bei Stöger. Komischerweise haben zumindestens die ersten beiden gezeigt, dass die Mannschaft absolute Klasse zeigen konnte, wenn die taktik stimme und die taktischen Mängel gingen immer den angeblichen Mentalitätsmängeln voraus.


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