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Klopp wollte 2014 schon aufhören (BVB)

Will Kane @, Saarbrücken, Mittwoch, 09. Oktober 2019, 19:35 (vor 7 Tagen) @ Irish87

Manchester United hatte ihm damals den Kopf verdreht. Aber Aki bestand damals noch auf Vertragserfüllung. Wer Honigsteins Biographie mal gelesen hat, weiss dass Klopp ab 2014 am Ende seines Weges mit Dortmund war. So schwer es einem tun mag, Klopp war dem BVB spätestens nach dem CL-Finale entwachsen.

Ob man es so ausdrücken kann, bin ich mir nicht sicher. Es kann auch sein, dass die fußballerische Entwicklung unter Klopp ihren Zenit erreicht hatte. In der Liga mit dem Meisterjahr 11/12, in der CL mit dem Erreichen des Finales 2013.

Allerdings ist es so, dass jede Beziehung zwischen Trainer und Clubführung und Mannschaft Irgendwann einmal keine wirklich fruchtbare mehr ist. Damit meine ich nicht Formkrisen oder Verstimmungen, sondern dass es keine Basis für eine Weiterentwicklung mehr gibt. Es gibt wenige Beispiele, wo dieser Punkt erst nach langen Jahren erreicht war. Aber auch bei diesen wenigen Beispielen zeigt sich, dass der richtige Zeitpunkt verpasst wurde, getrennte Wege zu gehen.

Es kam mMn nicht von ungefähr, dass in der Liga bereits eine gewisse Stagnation, wenn nicht leichte Rückentwicklung zu erkennen war, als es in der CL erst so richtig los ging. Und es ist auch kein Zufall und auch nicht auf eine vermeintliche Inkompetenz Löws oder einen angeblichen oder tatsächlichen zu großen Einfluss der Bayern zurückzuführen, dass sich seinerzeit kaum ein BVB-Spieler als Stammspieler in der Nationalmannschaft etablieren konnte. Das hat sicherlich verschiedene Gründe, einer dürfte der begrenzte finanzielle Rahmen des BVB gewesen sein.

Ob man allerdings den auch dann wieder sportlich übermächtigen Bayern tatsächlich hätte Paroli bieten können, wenn die Rahmenbedingungen besser gewesen wären, ist eine zweite Frage. Denn diese Rahmenbedingungen waren eben nur ein Grund für die Stagnation bzw. die Rückentwicklung.


Klopp hätte sich in Dortmund immer wieder damit auseinandersetzen müssen, dass ihm ständig die besten Spieler weggekauft werden. Dies hat 2014/15 nach Lewandowskis Abgang (Stichwort: Immobile/Ramos) dann mit Platz 18 im Januar seinen Tiefpunkt gefunden.

Ja, damit hätte er sich abfinden müssen. Das war aber nicht der einzige Grund für den Absturz in der Saison 14/15. Klopp selbst hat sich nicht weiterentwickelt in seinem fußballerischen Ansatz. Vielleicht konnte er es auch nicht mehr beim BVB. Und hat es zu spät erkannt oder zu spät die Konsequenzen gezogen. Möglicherweise haben es aber auch Watzke und Zorc nicht erkannt oder wollten es nicht sehen.


In Liverpool hat Klopp bislang “nur” Coutinho verkaufen müssen. So geil ich Kloppo finde, ich bin davon überzeugt dass er die Schnauze voll davon hatte immer wieder seine besten Spieler ersetzen zu müssen und dass er den BVB unter diesen Umständen einfach nicht mehr weiter entwickeln konnte.

Vor allem hat Klopp selbst sich weiterentwickelt. Vielleicht hängt der Bruch mit Buvac auch damit zusammen.

Die Wege des BVB und Klopps hätten sich mMn früher trennen müssen, das wäre für beide Seiten besser gewesen. Das hatte ich auch hier bereits diskutiert. Aber wenn man vom Rathaus kommt, ist man halt immer klüger.

 

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