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Unangemessene Panikmache? (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 30.09.2019, 17:57 (vor 2427 Tagen) @ Sascha

Ich verfolge La Liga nicht intensiv, aber für mich war Barca immer der Inbegriff eines Vereins, der mit Eckbällen klassischer Art eigentlich gar nichts zu tun haben will :-)

Barça hat seine Ecken eine ganze zeitlang schwerpunktmäßig kurz gespielt, war aber immer variabel. Wie so oft wird aber insbesondere von den Medien nicht die Variabilität und auch nicht die Schwerpunktsetzung thematisiert, sondern aus dieser Schwerpunktsetzung mit Variabilität wird schnell eine Ausschließlichkeit. Das wird überall aufgegriffen und was ständig wiederholt wird, setzt sich dann irgendwann in den Köpfen fest. So entstehen Fußballmythen, die mit der Realität nur noch wenig zu tun haben.

Ich erinnere mich, wie ich vor ein paar Jahren vor einem Spiel Barças einen längeren Artikel über deren Fußball gelesen habe und anschließend im Spiel genau das Gegenteil dessen gesehen habe, was in dem Artikel beschrieben wurde. Es ging z.B. darum, dass Barça sein Spiel über das Zentrum gestalte und ‚klassische‘ Flügelangriffe nicht mehr stattfänden. Also long-line- oder langer Diagonalpass auf einen durchstartenden Außen, der den Ball dann aus vollem Lauf lang und hoch Richtung Elfmeterpunkt schlägt, wo dann ein Mitspieler den Ball per Kopfball auf das Tor bringt. Anachronistisch, oldfashioned, out. Barça gewann dann das Spiel mit 2:0 oder 2:1. Wobei beide Tore für Barça genauso fielen, wie es laut Artikel seit Jahren nicht mehr praktiziert würde. Beide Kopfballtore erzielt übrigens Busquets. Ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen.

Was die kurz gespielten Ecken anbelangt, so hieß es in den Darstellungen der Medien auch immer, der Ball solle so im Spiel gehalten werden. Sicherlich war dies öfters der Fall. Aber mindestens genauso oft wurde die kurze Eckenausführung dafür genutzt, um eine bessere Position für eine Hereingabe zu haben, sei diese nun zum Tor hin oder vom Tor weg geschlagen.

Es ist für viele offensichtlich einfacher zu pauschalisieren, als etwas genauer hinzugucken. Wenn man denn überhaupt hinguckt. Und nicht einfach nur übernimmt, was man ungeprüft irgendwann gelesen hat oder von irgendjemanden gehört hat.


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