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"Wir sind alle ein bisschen verliebt in diesen Verein" (BVB)

Didi, Schweiz, Montag, 30.09.2019, 08:08 (vor 2428 Tagen) @ istar

oder Aussagen über einen Stürmer wie Nelson Valdez, der hier wirklich 2 Jahre keinen Möbelwagen trifft und dann kommt Klopp und meint singemäss "ich habe ihn mal bei einem Spiel der zweiten Mannschaft von Werder Bremen gesehen. Dieser Biss, diese Laufbereitschaft - an diesem Tag habe ich mich in den Spieler Nelson Valdez verliebt"

Oder Dinge wie "Einmal noch mit dem Bus durch die Stadt fahren"- und schon hast du wieder das ganze Umfeld in den Bann gezogen und alle hegen den gemeinsamen Traum.

So eine "Stimme" wirkt halt enorm einordnend und korrigierend. Unter Klopp brauchte eigentlich jeder Neuzugang ein halbes Jahr (selbst Leute wie Gündogan, Lewandowski) und trotzdem kam kaum Unruhe auf, weil Klopp die Situation dieser Spieler stets laufend verortete und damit dem Umfeld die Sicherheit gab, dass es gut wird.

Wenn wir zwei Gegentore nach Ecken kassieren? Klopp ist der erste, der die Sache laiengerecht aufbereitet und Besserung gelobt. Der Fand ist beruhigt.

Eine peinliche Pleite im Pokal? Klopp gibt Einordnung, spendet Trost, blickt nach vorne auf das "saugeile" Spiel gegen Freiburg, das ansteht.

Heute? Was dringt nach Aussen aus dem Inneren des Vereins, was irgendwie Zuversicht, Vertrauen, Selbstbewusstsein und Optimismus stiftet? Gar nichts.

Was ist die Konsequenz? Lauter Misstrauen, unglaublich viele falsche Mutmassungen. "Favre kann nicht rotieren", "Favre will gar keine Flanken!" "Favre will, dass man sich nach Führungen zurückzieht" "Kein wirkliches Aufbäumen nach dem Bremer 2:2" (obwohl man danach 5 Chancen hatte)

Diese Kommunikationslücke scheint mir wirklich ein enormer Ballast zu sein für den ganzen Verein, weil einfach niemand das Gefühl vermittelt, dass man an den Baustellen dran ist (und darüber auch kontrovers diskutiert) und niemand auch das grosse Bild laufend einordnet und damit auch keine Orientierung bietet, zu was die Truppe aktuell überhaupt in der Lage ist.

Stattdessen ruft man recht planlos in der Sommerpause ein Ziel aus und wird nun nach jedem Punktverlust daran aufgehängt. Das ist schon sehr unglücklich.

PS. Bei Bosz kamen ja auch sehr früh die Interview-Aussagen wie "Das darf nicht passieren" unter Druck und sehr rasch hatte er den Ruf des unfähig-eindimensionalen. Dass das nicht so ganz ausschliesslich stimmt, sieht man ja bspw. an der Tabelle.


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