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Der BVB - Werder Bremen - Analysethread (BVB)

istar, Sonntag, 29.09.2019, 14:59 (vor 2428 Tagen) @ fallrückzieher

Ich bin wirklich ein Freund nüchterner Analysen und kann daher deine Forderung nach mehr Grautönen in der Skizzuerung unserer momentanen Situation nachvollziehen.

Und doch lässt du die wirtschaftlichen Parameter der Liga zu sehr außer Acht. Wir sind 90% der Liga zwischenzeitlich wirtschaftlich dermaßen enteilt, dass wir in die allermeisten Ligaspiele mit einem unglaublichen Wettbewerbsvorteil gehen. Bei einem kurzen Schwenk über unsere gestrige Ersatzbank ist mir deutlich geworden, dass diese Spieler beim Gegner aus Bremen nahezu alle unumstrittene Stammspieler wären.
Und dann sieht man von diesem Vorteil bei den Spielen in Uerdingen, Köln, Berlin, Frankfurt, gestern Abend und auch bei den meisten Spielen der vergangenen Rückrunde auf dem Platz viel zu wenig. Natürlich ist das teilweise gefällig und wir sind auch zumeist die bessere Mannschaft. Die drückende Überlegenheit, die man unter den gegebenen Rahmenbedingungen erwarten sollte, ist jedenfalls nicht zu sehen. Und ein "mit etwas mehr Glück gewinnen wir in Frankfurt" ist mir da zu billig.

Und wenn Favre dann auf der PK sagt, er sei mit dem Auftritt einverstanden, dann hinterlässt mich das ratlos.

Mit diesem Kader muss man 75 bis 80 Punkte holen und ich hätte mir gewünscht, man hätte das Ziel für diese Saison auch genau so formuliert. Aktuell fehlt mir die Phantasie, wie wir mit diesem Fußball auch nur in die Nähe dieser Ausbeute kommen wollen.

Und während du mit Unverständnis auf die übersteigerte Erwartungshaltung im Umfeld blickst, vermisse ich die absolute Gier in diesem Verein. Ich sehe da gestern auf dem Feld und am Spielfeldrand niemanden, den ein 2-2 gegen ein schwaches Werder Bremen wahnsinnig macht. Meine Hoffnung ist, dass zumindest Watzke und Sammer die Zeichen der Zeit erkannt haben.

Wem es Spaß macht, nach jedem nicht gewonnenen Spiel die "wirtschaftlichen Parameter" hervorzuheben, der soll das tun.
Wir landen allerdings seit Jahren in schöner Regelmäßigkeit am Ende in dem Tabbellenbereich, den diese Parameter bedeuten.
Im Gegensatz zu dem einen oder anderen Konkurrenten jedenfalls.
Und so bitter die Erkenntnis sein mag, unsere Wirtschaftskraft ist hauptsächlich dafür gut, um uns nach unten abzusichern,zu mehr reicht das heutzutage eben nicht.

Ich hab gestern nach Abpfiff, als die Mannschaft von der Mehrheit Trost-Applaus bekam, auf der Leinwand zwar keinen wahnsinnig gewordenen gesehen, aber ziemlich frustrierte Spielergesichter.

Vielleicht sollte man auch als Fan einfach von Spiel zu Spiel denken und diese teilweise schon hysterisch daherkommende Meistererwartung zurückdrehen. Damit hilft man sich selbst (Blutdruck usw.) und auch dem Team am meisten.

Ich hab mir das jedenfalls vorgenommenen.


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