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Unangemessene Panikmache? (BVB)

Didi, Schweiz, Montag, 30.09.2019, 10:52 (vor 2431 Tagen) @ homer73

1. Der Trend gibt Grund zur Sorge.

Von souveränen Siegen kann man allerdings im Moment nur träumen. Und ich sehe bis jetzt noch nichtmal schwierige Rahmenbedingungen (Schiri-Pech, Verletzungen, Gegner in Top-Form, Abschlusspech).

Naja. 9:1 gegen Leverkusen/Augsburg. Abschlusspech in dem Sinne, dass man sowohl gegen Frankfurt als auch Bremen sicher doppelt so viele Chancen als der Gegner hatte. Aber ja, ansonsten sind die Rahmenbedingungen sicher okay.

a) Thema Ecken

Frage mich halt, ob das wirklich trainierbar ist, wenn dein Keeper mit seinen geschätzten 183cm immer auf der Linie klebt und du dann mit Weigl/Akanji auch eher schwächliche Innenverteidiger hast und mit Reus, Hakimi, Götze und Dahoud auch noch 4 eher schmächtige Leute hast.

Aber natürlich geht es nicht, dass man jedes dritte Spiel ein Tor nach Ecke kriegt, keine Frage.

b) Thema "Aufstellen nach Form und Fitness" / Rotation

Naja, am Samstag wurde ja ordentlich rotiert. Dass er da nicht noch Akanji rausnimmt, ist doch irgendwo auch klar, wenn sonst schon die ganze Kette gewechselt werden muss.

Witsel spielte wirklich (zu) viel, aber der ist halt irgendwie schon unangefochten.

c) Die Position des Mittelstürmers

Balerdi fand ich auch recht Banane. Aber die Mittelstürmer-Debatte scheint mir bei 3 geschossenen Toren pro Spiel schon eher etwas konstruiert.

3. Der Spielstil
Die Favre´sche Spielweise wird so lange akzeptiert, wie sie Erfolg bringt. Sie ist auf Spielkontrolle, Geduld und Stabilität ausgelegt. Attraktiv ist diese Spielweise nicht.

Es ist sicher kein Rock'n'Roll, sondern sehr unterkühlt. Aber an schön herausgespielten Toren mangelt es meiner Ansicht nicht, aber es gibt sicher einfach zu wenig Feuer, keine wilden Presschläge, hart gesuchten Umschaltmomente und Gegenpressing - keine Frage.

Wenn schon langsam und unattraktiv, dann doch bitte auch defensiv stabil. Für 1,5 Gegentore pro Spiel können wir auch Hurra-Fußball spielen!

Wie gesagt, wir schiessen 3 Tore pro Spiel und das kommt mir dann in der Betrachtung schon oft auch zu kurz oder wird dann für ganz selbstverständlich hingenommen. Unter Klopp hat das Gegenpressing uns dann also auch sehr müde Abende beschert, weil spielerisch einfach gar nichts ging und wir selbst mit Lewandowski, Miki und Aubameyang im Kader nicht einmal die gegnerische Kette knacken konnten - ein Problem, das wir heute sicher nicht kennen.

Dass wir zu viele Tore kriegen ist sicher Fakt, aber sowas unterliegt dann auch Schwankungen und wenn Delaney die Kugel über die Latte haut in Frankfurt und Rashica den Aussenpfosten trifft, dann sieht die Welt auch anders aus.

Aber ohne Frage: Es ist aktuell nicht befriedigend, aber wenn ich sehe, dass hier nach einem 2:2 in Frankfurt fast schon der Verein aufgelöst wird, scheint mir das mittelfristig das deutlich grössere Problem zu sein.


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