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Götze und Schürrle sind nicht wirklich das Problem (BVB)

horstenberg, Block 62, Sonntag, 01.04.2018, 10:16 (vor 2836 Tagen) @ RE_LordVader


Klar kann man die individuellen Spieler hinterfragen, Götze und Schürrle waren sicherlich Fehlkäufe, aber ähnlich gelagerte Spieler musste man doch holen, oder willst Du tatsächlich nur mit Talenten arbeiten?

Auch ich bin von Götze bislang eher enttäuscht und habe nie wirklich an Schürrle geglaubt. Aber die beiden sind nicht das Problem. Wenn man die beiden nur gleichwertig ersetzen wollte, könnte man dies auf dem Transfermarkt kaum bezahlen.

Das Problem ist, dass unser Kader nicht im Ansatz harmonisch abgestimmt ist. Das Mittelfeld fehlt eigentlich komplett. Wann haben Sahin, Castro und Rode (auch wenn nicht verletzt) gezeigt, dass sie auf dem vom BVB gewünschten Niveau spielen? Weigl ist seit seiner Verletzung in einem extremen Formtief. Dahoud zeigt gute Ansätze, aber er ist noch nicht so weit, dass er dem BVB im Mittelfeld Stabilität geben könnte.

Wie soll man mit dem Mittelfeld bestehen? Warum hat man Bender abgegeben, in dieser Situation? Menschlich mag das korrekt gewesen sein, aber sind wir nicht irgendwo ein Verein, der versucht, im Hochleistungssport zu reüssieren? Ginter hatte in seinen BVB-Jahren auch nie ganz das gehalten, was er versprochen hat. Aber heute muss man sich nach ihm auf der 6 ja fast zurücksehnen.

Stichwort Abwehr: Toljan hat gute Ansätze gezeigt, macht aber noch zu viele Fehler. Pisczek und Schmelzer sind in den Herbstjahren ihrer Profikarriere angelangt. Sind wir dort wirklich noch gut besetzt? Sokratis scheint in der Innenverteidigung auch keine Lust mehr zu haben.

Stichwort Team-Hierarchie: Noch vor kurzem wurde Sahin von Röckenhaus als "gefühlter Kapitän" bezeichnet. Schmelzer ist verdienter BVB-Spieler, aber kein Leader, der wirklich Kapitän sein kann. Glaubt jemand, dass die selbsternannten Leader wirklich innerhalb des Teams anerkannt werden? Jeder, der Teamsport gemacht hat, weiß: Führungsanspruch kannst Du nur verbreiten, wenn Du auch auf dem Platz absoluter Leistungsträger bist.

Dazu kommen Trainer-Fehlentscheidungen und immer wieder falsche Signale der Clubführung an die Mannschaft. Die Insider können vielleicht etwas dazu sagen: Aber nimmt Watzke noch jemand im Team ernst, wenn er sagt, wer sich wegstreiken will, der kriegt Ärger? Nachdem er das zwei Mal zugelassen hat?

Der Zustand des BVB lässt einen völlig ratlos zurück. Warum in diese Situation die Verträge mit Zorc und Watzke verlängert wurden, bleibt unklar. Rücken stärken um jeden Preis? Offenbar wurde wenigstens intern ein wenig Klartext geredet und verlangt, dass man sich im Management verstärkt. Aus meiner Sicht ist nicht die Zeit für einen Watzke- und Zorc-Abgang. Aber Vertragsverlängerungen drängten sich bestimmt nicht auf. Eher eine klare Ansage, dass nicht nur der Trainer, sondern auch das Management bei Erfolglosigkeit die Verantwortung hierfür zu tragen hat.


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