schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

queer.de: BVB-Außenverteidiger entsetzt mit transfeindlichem Tweet (BVB)

stfn84, Köln, Sonntag, 09.07.2023, 14:41 (vor 1129 Tagen) @ markus

Hier deutest du doch etwas dazu. Zwischen „er gesteht Betroffenen nicht das Leben zu“ und „er gesteht Betroffenen kein von ihnen selbstbestimmtes Leben zu“ ist ein himmelweiter Unterschied. Das erste unterstellt ihm niemand. Wäre ja noch fataler.
Das zweite wird ihm unterstellt und zwar auch von Betroffenen selbst. Und das wird im wesentlichen damit zusammenhängen, dass er sich eben nicht inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzt. Er kommentierte es damit, dass die Welt in die Brüche geht.

De facto kritisiert er doch den Umstand, ohne Aufheben sein Geschlecht mehrfach ändern zu können.

Okay, welche Meinung hast du denn zu diesem Thema? Denn die scheint ja abweichend von deinen Argumenten zu sein? Es war natürlich nicht streng gemeint. Eher als Frage an uns beide gerichtet: Wenn wir selbst keine Nachteile dadurch erleiden, dass anderen Rechte zugestanden werden und wir somit nicht einmal eine Kollision widerstreitender Interessen haben und den Betroffenen hilft es weiter, warum sollen wir dann dagegen sein?

1. Ich halte das Geschlecht für wichtig und bin der Auffassung, dass man es nicht ohne jegliche Hürde in jedwedem Zeitraum ändern kann. Ich kann mir vorstellen, dass man sich dem falschen Geschlecht zugehörig fühlen kann. Ich kann es mir aber nicht vorstellen, dass ich mich (bspw.) jährlich einem anderen Geschlecht zuordnen würde.

In Deutschland gibt es mW ja nun die Möglichkeit sich als divers und damit geschlechtsneutral „einordnen“ zu lassen.

2. Wenn Personen aber für sich beanspruchen möchten ihr Geschlecht in unregelmäßigen Abständen ändern zu wollen, ist das für mich kein Weltuntergang. Aber ich hätte es schon gerne mal verstanden warum das durch ein formalisiertes Verfahren vor Gericht eben unzumutbar sein soll. Da lese ich auch aus dem Statement von queer.de nichts an Gründen, außer eben der Behauptung es handle sich um transphobe Äußerungen.
Eine Änderung des Geschlechts „aus einer Laune heraus“ halte ich ebenso für kritikwürdig wie Las Vegas Hochzeiten à la Britney Spears.

Ich würde davon ausgehen, dass es mehr als nur „es dauert halt länger“ war. Aus den Berichten geht hervor, dass es faktisch ausgeschlossen war. Zudem ist sowas ja immer auch eine psychische Belastung je mehr Bürokratie dahinter steht und je öfter man sich irgendwo vor Behörden, Ärzten, Psychologen und Gerichten rechtfertigen muss.

Das mag natürlich sein. Aber man wird doch einpreisen dürfen, dass hier in den letzten Jahren schon deutlich mehr Sensibilität geschaffen und Wegstrecke hin zur Normalisierung absolviert wurde.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1605231 Einträge in 17177 Threads, 14409 registrierte Benutzer Forumszeit: 11.08.2026, 23:47
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln