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BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl reagiert auf Süle-Debatte: „Er hat deutlich mehr gemacht“ (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 07.07.2023, 21:21 (vor 1131 Tagen) @ micha87

Wichtig ist das es auch Süle damit gut geht, es bringt ja wenig wenn Flick & Kehl auf Besserung durch Demütigung hoffen. Ich fand das Vorgehen von Flick nicht gut, aber Mal schauen was der September bereit hält.

Einen Spieler in der Öffentlichkeit derart bloßzustellen wie Flick es im Falle Süle getan hat, ist mAn völlig obsolet. Bei einem Vorgesetzten, der sich im Berufsleben so verhalten würde, spräche man von einem schweren Führungsfehler. Kritik, Lob wie Tadel, übt man unter vier Augen bzw. Im kleinen Kreis. Es muss schon etwas im Positiven wie im Negativen sehr Gravierendes vorliegen, um in der Öffentlichkeit Anerkennung oder Missbilligung auszusprechen. Vor allem muss die Notwendigkeit hierzu vorliegen. Und die ist bestimmt nicht bei einer Gewichtsthematik gegeben.

Jetzt gibt es allerdings durchaus Fälle, in denen man schier verzweifelt, weil jedes Vorgehen nach ‚Führungshandbuch‘ nicht zur gewünschten Verhaltensänderung führt. Da ist ein Abweichen vom ‚Pfad der Tugend‘ vielleicht nachvollziehbar, was es aber nicht unbedingt richtiger macht. Süle hat schon in seiner Zeit in Hoffenheim offen zugegeben, dass er eine Vorliebe für Burger und Bier hegt. Bei Bayern hat er ob seines Übergewichts nach Urlaubs- und vor allem Verletzungspausen ständig Ärger gehabt. Was ihn wie auch seine Chefs genervt hat. Und ich schließe nicht aus, dass man auch beim BVB ein Auge auf dieses Thema hat. Kehls Worte deuten zumindest etwas in diese Richtung.

Wenn Flick nun als Auswahltrainer mit Süle das Thema besprochen hat und er auf der Eskalationstreppe ein Stufe höher steigen will, um Süle rechtzeitig vor der neuen Saison, an deren Ende die für ihn selbst wie für den deutschen Fußball wichtige EM im eigenen Land steht, dazu zu bewegen mit einem akzeptablen Gewicht und damit besseren Voraussetzungen als sonst in diese Saison zu gegen, dann ist das in meinen Augen durchaus verständlich. Eine Nichtnominierung als Warnschuss ist mMn ebenfalls legitim. Nur lasse ich dies öffentlich unkommentiert oder verweise lediglich darauf, dass dies mit dem Spieler besprochen worden sei.


Süle kann es entspannt sehen, schließlich ist die N11 eher ein Trümmerhaufen. Beim BVB wird er sich hoffentlich weiter etablieren können, vielleicht sogar als Kapitän?

Ob Süle Spielführer des BVB wird? Keine Ahnung. So viele Kandidaten drängen sich von außen betrachtet mMn nicht auf. Wenn er will, warum nicht. Er scheint ja jetzt mit gutem Beispiel voranzugehen. Verpflichtet ihn vielleicht, das auch weiterhin zu tun.

Kehl weist darauf hin, dass Süle gerne Nationalspieler sei. Und es ist auch das Normalste der Welt, wenn ein Sportler zur Bestenauswahl seines Verbandes zählen möchte. Aussortiert zu werden trifft da jeden ganz hart. Insofern gehe ich persönlich davon aus, dass Süle die neue Saison mit einer größeren Professionalität angehen wird als er es sonst vielleicht getan hat. Das ist für ihn gut, das ist für den Bundestrainer gut und das ist nicht zuletzt für den BVB gut. Bei den nächsten Länderspielen dürfte er auch wieder auf dem Platz stehen und dann in jeder Hinsicht bella figura machen. ;-)


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