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Quatsch und Alarmismus (Corona)

Tenma, Ort, Mittwoch, 30.12.2020, 21:23 (vor 1955 Tagen) @ deichkind

Ja, die Frage ist natürlich nicht abwegig und so eine Frage wurde auch genug debattiert. Es gibt jährlich Tote durch eine Grippe oder durch Verkehrsunfälle und sonstige Infektionen. Die Frage ist auch völlig beerechtigt.

Ich glaube nur, dass du keine zufriedenstellende Antwort auf deine Frage bekommen wirst, weil es einfach keine einfache Antwort gibt. Man kann schlecht eine Zahl in den Raum werfen, wann es aus wirtschaftlicher Berücksichtigung okay wäre, bestimmte Gefahren durch Viren etc. in Kauf zu nehmen. Mal abgesehen davon, dass am Anfang einer Pandemie nicht einzuschätzen ist, wieviele Menschen an einem Virus sterben werden.

Aus diesem Grund sind Diskussionen eben wichtig, das individuelle Abwiegen von Für und Wider. Es wurde schon gesagt, dass der Virus viel ansteckender ist als Grippeviren, die Intensivstationen überfüllt wären etc. Ich denke bei jeder Pandemie dieser Art, ist es notwendig das sich Politiker zusammensetzen, jene Argumente abwägen und entscheiden wie gehandelt wird. Es gibt also nach meiner Meinung keine einfache und direkte Antwort deiner Frage.

Wie würdest du denn auf deine Frage antworten?

Ich denke, ich habe die Frage schon am Ende meines letzten Posts beantwortet. Ich stimme völlig mit dir überein, dass diese Diskussionen sehr wichtig sind und deswegen habe ich ja auch die Frage der moralischen Rechtfertigung gestellt. Du siehst ja aber selber an den Reaktionen vieler User hier, dass solche Diskussionen sehr schwer geworden sind.
Die meisten Menschen können über solche Fragen garnicht mehr ohne Schaum vorm Mund nachdenken und das Einzige was zählt, ist die unfassbare Einzigartigkeit dieser Pandemie hervorzuheben, die aber bei genauerem Betrachten meiner Auffassung nach garnicht so besonders ist. In zwei bis drei Jahren zuckt man dann wieder kurz mit den Schultern, wenn tausende Menschen an Grippe sterben und verweist wahrscheinlich auf die Besonderheit von Corona.
Ich empfinde es so, dass es den meisten Menschen nur noch um die Validierung Ihres Handelns in einer als historisch einzigartig wahrgenommen Schlacht geht. Ein weitergehendes Reflektieren darüber hinaus findet nicht statt.


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