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Neu auf schwatzgelb.de: Die Quadratur des Kreises (BVB)

huerde @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 09:16 (vor 6 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Guten Morgen,

ich fürchte ich bin der einzige, der sich in dem Artikel nicht wirklich wieder findet. Ein paar Ansätze sind sicher richtig (Sancho und Schmelle in einem wird es nicht geben). Aber andererseits ist es auch naiv zu glauben, dass das anders sein könnte. Wir sind ein gigantisch großer Verein mit einem entsprechend heterogenen Einzugsbereich geworden. Natürlich werden da alle Entscheidungen unterschiedlich beurteilt. Und ich finde, nach der starken vorigen Saison und den vielversprechenden Transfers bei gleichzeitig ehr mauen Transfers der Bayern, war schon eine gewisse Euphorie zu erkennen. Auch die Rückholaktion von Hummels lief verhältnismäßig geräuschlos.

Ich würde unser eigentliches Problem mit dem der Bayern um ca. 1990 vergleichen. Die waren damals für die Liga zu groß geworden nach vier Meisterschaften in fünf Jahren. Damals kannten die das in diesem Maße noch gar nicht. Für Europa waren sie aber etwas zu klein. Damals hatte Hoeneß dann die abstruse Idee, Zuschauern das Eintrittsgeld zurück zu geben, wenn man die kleinen der Liga Zuhause nicht mit mindestens drei Toren Vorsprung schlagen würde. Und Heynckes brüllte 1990 bei der Meisterfeier sein Versprechen vom Balkon, im nächsten Sommer den Europapokal zu holen. – Wie die Sache ausging ist allseits bekannt. Die Bayern holten den Europapokal nicht und Heynckes musste ca. 15 Monate später nach einem 1:4 Zuhause gegen die Stuttgarter Kickers gehen.

Irgendwie sehe ich uns aktuell in einer ähnlichen Situation: Für die nicht-Champions-League-Plätze sind wir zu groß geworden (wie eine eigentlich grottige Saison, die mit Stöger ehr notdürftig zu Ende gebracht wurde, beweist). Für die Meisterschaft reicht es aber selbst bei fast idealem Verlauf (wie in der Vorsaison) nicht. Wo soll man da (als Spieler, Fan, sportlicher Leiter, … ) die große Euphorie her nehmen. Also wird mal unabgestimmt der Meisterschaftsansprung raus gehauen, der einem recht schnell wieder um die Ohren fliegt. Ohne diesen wäre es jetzt aber auch in keinster Weise anders. Die Fans kommen schon selber auf die Idee nach vorne zu schauen, wenn von hinten keinerlei Gefahr droht. Und wenn die Bayern dann mal etwas holprig in die Saison starten und wir lassen dann zum Teil auf lächerliche Weise Woche für Woche Punkte gegen bestenfalls Durchschnittsteams liegen, und das wegen immer den selben stümperhaften Fehlern… dann liegt das nicht an einer fehlenden gemeinsamen Ausrichtung.

Das Problem an der Sache wird aber bleiben: Du wirst keine maximale Ekstase entfachen können, wenn man zum x-ten mal in Folge zweiter wird. Und so lange es für Platz 1 nicht reicht, wird es eben ein Murren und Raunen geben. Alles andere wäre im Übrigen auch nicht normal.

Und es liegt nicht daran, dass man in großer Mehrheit unter Meisterschaft nichts mehr ertragen kann. Hätte der Anschlag auf fürchterliche Weise maximalen Erfolg gehabt (was glücklicherweise nur sehr bedingt der Fall war), dann wären alle nach einer Phase des Entsetzens wieder zu begeistern gewesen, mit den paar Zuhause gebliebenen und Jungspunden aus der zweiten Mannschaft irgendwie in den Abstiegskampf zu stürzen. Aber (auf heute übertragen) mit Sancho, Witsel, Reus, Hummels, … um Platz 4 kicken (unabhängig davon, dass man dann auch noch emotionsloses Ballgeschiebe ertragen muss) … das reicht einfach nicht um Woche für Woche die Massen zum Ausrasten zu bringen.

Fazit: Wir müssen doch Meister werden. Oder wir müssen erst mal wieder total abstürzen um dann wieder dem Kampf um Platz 6 was geiles abgewinnen zu können (und hier unterscheiden wir uns eben doch noch von den Bayern. - Ich bezweifele, dass die mit einer solchen Euphorie die Spiele einst gegen Udine hätten angehen können). - Oder die Konkurrenz muss besser werden und der Kampf um die Plätze muss wieder ausgeglichener werden (da bin ich bei den CL-Geldverteilungen aber mehr als skeptisch).

 

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