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Völkerrechtler nennt Merz-Reaktion auf US-Angriff gegen Venezuela "nicht glücklich" (Politik)

herrNick, Montag, 05.01.2026, 14:02 (vor 3 Tagen) @ Sascha

Wobei dieser Verweis aufs Völkerrecht in meinen Augen sehr bequem ist, beziehungsweise eine unbequeme Wahrheit auablendet: es bräuchte ein UM-Mandat, um gegen Unrechtsregime vorzugehen. Nur wird es realistisch betrachtet, so ein UN-Mandat nie geben. Die großen Machtblöcke versuchen nicht, einen Konsens zu finden, sondern schützen ihre Interessen mit einer harten Blockadepolitik.

Was heißt das jetzt? Allen Völkern in derartigen Diktaturen sagen, dass sie eben Pech gehabt haben, weil ihre Machthaber durch das Völkerrecht geschützt sind? Oder reicht es, wenn sich genug, aber eben nicht alle Länder zu einer Position finden? Und wenn ja, wie viele sind genug?

Ich finde das echt schwierig, weil der Grundgedanke der UN ein idealiatischer, aber leider kein realistischer Gedanke mehr ist.

Man könnte Deinen Post so verstehen, als würde es beim Angriff der USA auf Venezuela darum gehen ein Volk vom Diktator zu befreien. Das behauptet aber nichtmal Trump. Wenn es um die Beseitigung eines diktatorischen Regimes ginge, könnte man das meinetwegen als Grauzone durchgehen lassen. Hier geht es um völlig einseitige Wirtschaftsinteressen. Das rechtfertigt einfach nichts. Dass der Diktator weg ist, ist wenigstens ein positiver Kollateraleffekt. Man kann nur hoffen, dass die Bevölkerung am Ende wenigstens irgendwas davon hat.

Edit: sehe gerade, dass Du das an anderer Stelle ähnlich klargestellt hast


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