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Respekt durch Taten, nicht durch Worte (Politik)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 04.01.2026, 17:00 (vor 4 Tagen) @ JaHe
bearbeitet von FourrierTrans, Sonntag, 04.01.2026, 17:08

Schöner Beitrag auf Apollo News zur Gesamtsituation. Tenor: Mehr Pragmatismus wagen, weniger Traumschlösser internationalen Rechts bauen.

Der Schlag gegen Maduro ist ein starkes Zeichen an alle Autokraten dieser Welt: Seid gewiss, dass ihr jederzeit gestürzt werden könntet. Dass die USA jederzeit eingreifen kann. Minimalinvasiv, schnell und konsequent.

Davor haben die Putins dieser Welt deutlich mehr Respekt als vor dem Wedeln mit völkerrechtlichen Vorgaben ohne Durchsetzungsmöglichkeit. Zum Glück verteidigen die USA unser Wertekonzept in einer Welt, in der ansonsten nur Autokraten herrschen. Wir als Deutsche und Europäer haben diese militärische Möglichkeiten nicht. Umso wichtiger, dass das Signal Maduro als weltweit gültig erkannt wird.


Warum sollte Putin vor Trump Respekt bekommen, der redet ihm doch nach dem Mund. Wenn Trump die Ukraine so ausstatten würde, wie es angebracht wäre, ja dann käme auch ein Putin auf den Gedanken, dass der Donald doch nicht mein Freund ist.

Alles andere ist Gewäsch, das Zeichen, was gestern an Putin und Xi gesendet wurde, greift zu, ich mache es auch.


Das Gegenteil ist der Fall. Venezuela war ein russischer Vorposten. Trump hat gestern "einen Freund" Moskaus aus dem Amt gefegt, russische Militärtechnik zerstört und jedwede strategische Partnerschaft und bestehende Verträge Russlands mit Venezuela, incl. der offenen Kreditvolumina, zerschlagen. Die Washington Post hat Ende Oktober berichtet, dass Maduro Putin um Hilfe ersonnen habe, selbstredend gab es dazu wohl keine Antwort. Trump scheisst auf Putin. Er investiert nur keine Energie in Europa und in die Ukraine, weil er das nicht als seinen Einflussbereich betrachtet, eine Entwicklung die übrigens schon seit Obama Fahrt aufgenommen hat ("Pivot to Asia"), vice versa, genauso auf Europa scheisst.
Putin und Russland sind das, was Obama schon sagte: eine Regionalmacht.


Venezuela war schon lange kein russischer Vorposten mehr, weil man ihn nicht mehr braucht. Kuba, Venezuala brauchte man immer nur, um Druck auf die USA auszuüben. In einer Zeit, in der man Gleichgesinnte im Weißen Haus sitzen hat - wofür braucht man da denn noch Venezuela? Viel nützlicher ist es doch aus russicher Sicht, wenn man der Welt sagen kann - schaut, die machen es genauso wie wir. Die kümmern sich um ihren Vorgarten, wir kümmern uns um unseren Vorgarten. Es geht darum, dass die Großmächte ihren Imperialismus ausleben und sich damit gegenseitig in Ruhe lassen. USA in Lateinamerika, Russland in den ehemaligen Sovietstaaten - und China bald in Taiwan. Putin hat keine Angst vor den USA und Trump scheisst deswegen nicht auf Putin, sie sind Brüder im Geiste. Dazu passt doch, dass Trump am liebsten heute als morgen der Ukraine in die Unterstützung entzieht. Er tut es nur nicht, weil er immer noch hofft, dass es in der Ukraine etwas zu gewinnen (Rohstoffe) gibt.

Im Weißen Haus kann in 3 Jahren schon wieder jemand sitzen, der das alles ganz anders sieht. Für die Globalisten in den USA gibt es kein größeres Schreckensszenario, als ein sich annäherndes Russland und Europa, man überlege nur, wie die Amerikaner permanent hyperventiliert haben, im Kontext von NS und NS2. Putin ist zwar ein Versager, aber dumm ist er nicht, er weiß das alles und es kann sehr schnell wieder dazu kommen, dass die USA, wenn sich das in Europa auf einmal völlig in die falsche Richtung entwickelt, alle Kräfte auf Europa und gegen Russland richten. Und dass es Trump um mehr geht, als nur um den eigenen Vorgarten, sieht man im Nahen Osten recht deutlich. All das sieht Putin auch und er beißt in die Tischkante, dass er aufgrund seiner überschaubaren Kräfte alle Energie im Donbas gebunden hat und nicht nur im Nahen Osten, sondern jetzt auch in Südamerika seine Einflussbereiche dauerhaft aufgeben muss. Es ist doch auch ein Ammenmärchen, dass von jetzt an drei Autokraten brav alle Kuchenstücke der Welt fair untereinander aufteilen. Das war nie so und wird auch nie so sein, so lange es hegemoniale Großmächte gibt.


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