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Respekt durch Taten, nicht durch Worte (Politik)

uwelito, Wambel forever, Montag, 05.01.2026, 02:02 (vor 3 Tagen) @ Schoeneschooh

Cartel de los Soles, Narcogobierno, Narcomilitares, etc. …nenn es halt wie du möchtest. Wir sind uns doch einig darüber, dass es in Venezuela eine Schnittmenge zwischen politischen Eliten, Militärs und Drogenkriminalität gibt oder nicht? Wie gross die am Ende ist, das weiß vermutlich niemand ausserhalb dessen so ganz genau.

Es ist für mich auf jeden Fall ein valider weiterer Grund etwas gegen dieses Regime unternehmen zu wollen. Und ich habe hier in der Diskussion irgendwie den Eindruck, dass manche es auf “den einen Grund” reduzieren wollen, aber es gibt halt x Gründe (Wirtschaftlich, Menschenrechtsverletzungen am eigenen Volk, Geopolitisch, Migrationsrouten, Drogen, andere Kriminalität, Umsetzbarkeit der Operation, etc.) und vermutlich haben die in Summe dann zu entsprechendem Handeln geführt. Dieses Handeln dann zu bewerten, steht auf einem anderen Blatt!

Deshalb sind solche Aussagen wie “dann müsste er es in Mexiko zuerst machen” auch komplett idiotisch. Denn die Gemengelage ist in Summe eine ganz andere als in Venezuela!

Ich wollte damit tatsächlich ausdrücken, dass ich die Schnittmenge mit Drogenaktivitäten in Venezuela für äußerst gering halte. Belegen kann ich diese Überzeugung natürlich nicht. Und vielleicht habe ich einfach auch nur noch Bilder und Erfahrungen im Kopf, die aus der Zeit vor meiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2012 stammen und seitdem läuft das alles anders. Ich habe das Land ja kurz vor Chavez Tod und der Machtübernahme durch Maduro verlassen. Mein Misstrauen gegenüber solchen Vorwürfen fusst darauf, dass das Narco-Narrativ immer dann rausgeholt wird, wenn es politisch in den Kram passt. Gleichzeitig werden oft wahre Drogenbosse und Narcoterroristen gepampert, mit Priviligien belohnt oder begnadigt. Hernandez aus Honduras, freundliche Kartelle aus Mexico oder die Contras aus Nicaragua, die Geschichten sind ellenlang. Schon als ich 2002 nach Venezuela kam, wurde wieder mal genau dieses Lied gesungen. Weil man die Reputation eines Mannes zerstören wollte, der von einer lateinamerikanischen Integration nach dem Vorbild der EU träumte.

In meinen Augen ist ein Gefängnis der Ort, wo Maduro und Konsorten hingehören. Ich würde mir nur wünschen, dass sie nicht aufgrund von an Haaren herbeigezogenen Gründen eingebuchtet werden, sondern wegen Dingen zur Verantwortung gezogen werden, die sie tatsächlich verbrochen haben. Wie gesagt, ich weiß am Ende auch nicht, ob an den Geschichten vielleicht doch was dran ist.


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