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Spiegel-Artikel zum Thema Öl aus Venezuela (Politik)

Ulrich, Montag, 05.01.2026, 08:04 (vor 3 Tagen) @ uwelito

Die Investitions- und Modernisierungskosten würde man sich natürlich bei den Venezolanern zurückholen, ähnlich wie bei den Ukrainern die Kohle für Rüstungsgüter. Das hat Trump gestern ja bereits in seiner PK genau so gesagt. Exxon Mobil, Chevron oder ConocoPhillips dürften zudem nicht zu den Unternehmen gehören, die sich über mögliche Pleiten Gedanken machen müssen - oder über eventuelle Probleme kleinerer Unternehmen, die nichts vom venezolanischen Kuchen abbekommen werden. Zudem ist die Mähr vom unförderbaren und unraffinierbaren Öl der Orinoco-Vorkommen jahrzehntealt und seit 20 Jahren überholt. Immer wieder wurde den Venezolanern von ihren eigenen Öl-Eliten und den involvierten US-Amerikanern aufgetischt, ihr Öl sei kaum etwas wert und gerade mal zu Herstellung von Teer und Asphalt tauglich. Mit diesen Täuschungen war es spätestens in den frühen Nuller-Jahren vorbei, als die Regierung Chavez die Felder re-nationalisierte und z.B. europäische Experten von Repsol, Ina oder BP ins Land holte, die bei ihren Untersuchungen zu vollkommen anderen Einschätzungen gekommen sind. Dass dieser Quatsch heute immer noch weiter verbreitet wird, beruht entweder auf Unkenntnis oder auf strategischem Interesse. Das so was immer noch rumgeistert wusste ich gar nicht, ist aber letztendlich leicht erklärbar.

Auch wenn die "Großen" wie Exxon bei weiter sinkenden Ölpreisen nicht von der Pleite bedroht wären, würde ein weiter fallender Ölpreis ihre Geschäftszahlen durchaus massiv beeinträchtigen. Sinkende oder ausbleibende Gewinne würden deutlich sinkende Kurse und sinkende oder ganz ausbleibende Dividendenzahlungen bedeuten. Es sind schon Vorstände wegen deutlich weniger ausgetauscht worden.

Aus Sicht der großen Ölkonzerne ist bereits jetzt zu viel Rohöl auf dem Markt. Wieso sollte man jährlich zehn Milliarden Dollar investieren, um sich im Endeffekt selbst zu schaden? Und das in einem wohl auch in Zukunft politisch instabilen Umfeld? Das ist mal wieder eine Milchmädchenrechnung von Donald Trump, sonst nichts.


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