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Neu auf schwatzgelb.de: Präsidentschaftswahl beim Ballspielverein Borussia 09 e.V.: Lügen, Unwahrheiten und andere Diffamierungen (BVB)

Giog, Mittelhessen, Samstag, 31.05.2025, 18:49 (vor 254 Tagen) @ stfn84

Ich habe mir zu dieser Frage in dieser Woche einige Gedanken gemacht, und bin zu dem Ergebnis gekommen: doch, ich halte das für eine steile These.

Denn diese Horrorszenarien verkennen nicht nur, dass es sich bei dem Rheinmetall-Thema in jeglicher Hinsicht um einen sehr besonders gelagerten Ausnahmefall handelte, sondern auch, dass in der Fußballwelt keine Anzeichen erkennbar sind, dass sich Sponsoren vor dem Hintergrund von Faninteressen oder sie berücksichtigende Funktionäre zurückziehen.

Nur ein paar Beispiele: Aktionäre beim BVB wie Signal Iduna, Puma, Evonik scheinen sich nicht einmal davon abschrecken zu lassen, dass sie mit ihrem Aktienpaket in der besonderen Konstellation von Borussia Dortmund so gut wie kein Mitspracherecht genießen.

Sponsoren wie Signal Iduna finden sich seit Jahren (sicherlich nicht immer freudestrahlend) damit ab, dass von großen Teilen der Fangemeinschaft der Sponsorenname komplett ausgeblendet bis bekämpft wird. Selbst die Geschäftsführung der KGA, wenn auch zähneknirschend, lässt etwa im Zusammenhang mit dem 50-jährigen Jubiläum des Westfalenstadions entsprechende Aktionen zu und verzichtet bei der eigenen Kampagne im Slogan mehr oder weniger auf den Sponsorennamen.

Im Zusammenhang mit dem DFL-Investoreneinstieg haben private equity-Gesellschaften, die normalerweise nach völlig anderen Geschäftsmodellen operieren, es in Kauf genommen, sich drei fehlgeschlagenen Anläufen auszusetzen. Diese scheiterten jedes Mal an Faninteressen und Funktionären (auch hier nicht unbedingt nur auf eV-Seite), die unter diesen Protesten eingeknickt sind. Auch hier: wenn sich für diese Unternehmen eine neue Gelegenheit ergeben würde, würden sie auch noch einen zehnten Anlauf starten.

Zwar gehe ich schon davon aus, dass der Fußball im Bereich des Marketing, aber auch der TV-Vermarktung langsam an eine Decke stößt. Ich sehe aber absolut keine Anzeichen, dass aus dem Rheinmetall-Thema und der Rolle von Lunow heraus gravierende Konsequenzen auf dieser Ebene zu befürchten wären. Es schien den BVB auch bei der Suche nach einem veritablen Trikotsponsor offensichtlich auch nicht geschadet zu haben.

Gleichzeitig ist mir natürlich bewusst, dass diese Spekulationen über Auswirkungen auf Sponsorenaktivitäten sehr gut in das Narrativ von zu viel Mitbestimmung, Ultra-Einfluss und Co. passt und damit zumindest für eine Seite ein sehr dankbares Bild zeichnet. Ob dieses so der Realität entspricht, möchte ich zumindest stark in Zweifel stellen.


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