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Abwärtsspirale (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 05.11.2023, 13:58 (vor 802 Tagen) @ Blackyellow

Das Geschäftsmodell des BVB, scheint vor dem Aus zu sein. In den letzten Jahren hatte man immer 2-3 junge Spieler die nahe an der Weltklasse waren (Auba,Dembele,Sancho,Haaland usw.) Bekannterweise wurde für den jeweiligen Spieler jeweils der nächste Nachwuchsspieler geholt. Nun holte man für Bellingham Sabitzer. Wer wird sein Nachfolger sein? Bekommt man für die Ablösesumme erneut einen adäquten hochtalentierten Ersatz? Meiner Meinung nach war dies die schwächste Transferperiode des BVB seit der Fast-Pleite. Sabitzer für Bellingham war ein Ausdruck der Einfallslosigkeit. Der BVB hatte seit den schwierigen Jahren nach der Fast-Insolvenz, keinen Kader mehr mit so wenig Flair. Man hat den Vorsprung, den man beispielsweise vor Leipzig hatte verspielt.

Ich bin mir sehr sicher (in dem einen oder anderen Fall weiß ich es sogar definitiv), dass der BVB mit internationalen Toptalenten im Gespräch war, um diese zu verpflichten. Dabei muss aber auch alles passen, damit es bei entsprechenden Abgängen zu (positionsunabhängig) adäquaten Nachfolgeverpflichtungen kommen kann.

Eine andere Frage ist, ob bei uns mit der gleichen Hartnäckigkeit, dem gleichen langen Atem, der gleichen Entschlossenheit und dem gleichen gemeinsamen Willen aller Beteiligten an solchen Verpflichtungen gearbeitet wird wie noch vor kurzem. Da gibt es schon Hinweise, dass dem nicht mehr so ist.

Man darf auch nicht vergessen, dass uns die Coronamaßnahmen erhebliche Verluste eingebracht haben, die sich logischerweise auch auf die Transferpolitik auswirken.

Wir sind nicht mehr für die internationalen absoluten Toptalente der logische Schritt für den Start auf dem Weg in die angestrebten Weltspitze. Hinter Dembélé, Sancho, Haaland oder Bellingham waren so gut wie alle europäischen Topclubs her. Nur konnten die diesen Spielern nicht die Einsatzzeiten inklusive CL bieten, die den BVB so attraktiv für diese Talente gemacht haben. Was sich mittlerweile geändert hat.

Haben solche Toptalente noch vor kurzem die Avancen z.B. von Real abgelehnt, gehen sie heute dorthin, weil sie eben diese Einsatzzeiten auf noch höherem Niveau und bei noch besserer Bezahlung als bei uns bekommen. Camavinga und Tchouaméni sind da Beispiele. An beiden waren wir stark interessiert, wollten sie verpflichten und standen am Ende ‚nur noch‘ mit Real in Konkurrenz. Was gleichbedeutend mit keiner Chance war, weil Real diesen Spielern einen verlockenden Plan präsentieren konnte. Den Umweg über uns (wie Bellingham) brauchten sie nicht mehr zu machen.

Wobei man sicherlich gerade bei diesen beiden Spielern anmerken muss, dass wir vielleicht auch nicht den Mut, mit Sicherheit aber auch nicht das Geld hatten sie ein, zwei Jahre früher zu verpflichten. Da haben oben erwähnte Verluste aufgrund der Coronamaßnahmen schon erheblich ins Kontor geschlagen.

Hinzu kommt, dass mittlerweile nicht nur die Preise für Top-Top-Talente nach oben geschossen sind, sondern auch für die Talente, deren Potential darunter einzustufen sind. Je geringer das Potential jedoch einzuschätzen ist, desto mehr steigt aber auch das Risiko, dass ich mit der Verpflichtung eines solchen Spielers eingehe. Da kann man schon auf den Gedanken kommen, dass das sportliche und finanzielle Risiko der Verpflichtung eines ‚gestandenen‘ Bundesligaspielers oder eines jungen deutschen Nationalspielers geringer ist. Nur haben wir bislang mit gerade diesen Verpflichtungen zu oft daneben gelegen.

Leipzig kann man mit uns schlecht vergleichen. Von allen anderen Aspekten abgesehen, hat das Dosenimperium einen weltweiten Fußballkonzeen aufgebaut (und tut dies auch weiterhin) mit einer einheitlichen Ausrichtung in allen Dingen, vor allem hinsichtlich des Spielkonzepts und einer entsprechenden Scoutingausrichtung. Das bringt einige Vorteile mit sich, keine Frage. Ich persönlich finde es aber eher erstaunlich, dass die Dosen uns bei diesen strukturellen (und auch finanziellen) Vorteilen nicht schon längst überholt haben. Was mMn ja durchaus für die Arbeit spricht, die bei uns geleistet wurde. Wie lange dies so bleiben wird ist ein anderes Thema.


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