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SebWagn, HH Harvestehude, Sonntag, 05.11.2023, 01:54 (vor 802 Tagen) @ SebWagn
bearbeitet von SebWagn, Sonntag, 05.11.2023, 02:07

Ich verstehe die Enttäuschung und die tlw. hitzigen Gemüter hier im Forum; das Ergebnis tut weh, besonders bei einem Spiel mit vielleicht auch einigen Erwartungen das was gehen könnte und vielfach Vorfreude. Ich sehe ein, dass die Bayern ihre Chancen hatten und dass wir bei einigen ihrer Konter Glück hatten, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist – kein Zweifel, Kobel war ein Lichtblick auf dem Platz und hat Schlimmeres verhindert.

Die Statistiken zeigen auch klar, dass die Bayern effektiver waren, insbesondere bei den Schüssen auf das Tor, aber ich glaube auch, hätte der BVB die gleiche Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gezeigt, hätte das Spiel anders aussehen können. Die Schüsse insgesamt und der Ballbesitz zeigen jedoch, dass wir im Spiel waren, dass wir gekämpft haben, auch wenn wir am Ende nicht das nötige Glück, Können und die Präzision im Abschluss gezeigt haben.

Richtig ist, dass die Bayern in der Lage waren, ihre Qualität in Schlüsselmomenten zu zeigen und das hat sicherlich zum Ergebnis beigetragen. Unsere Defensive und auch das Mittelfeld war gegen die dann hochkarätigen Angriffe oft im Nachteil, überfordert und das ist etwas, das ich auch sehe.
Ob da diese oder jene taktische/personelle Änderung etwas gebracht hätte, beurteilt ja jeder selbst NACH dem Spiel bzw während sich vielleicht etwas als falsch dargestellt hat. Vor dem Spiel müssen diese Entscheidungen dafür aber getroffen werden, hinterher würde wohl auch jeder Trainer sagen, das hätte man machen müssen.


Ich wollte mit meinem Beitrag nicht den Eindruck erwecken, dass ich die Niederlage schönrede.
Mein Ziel war es auch die Relationen zu beleuchten und die guten Ansätze, die es ohne Zweifel gab – eine Form der Balance in der Betrachtung finden.

Konstruktive, nicht emotionale, Kritik ist gerade nach solchen Spielen gegen Bayern unerlässlich (natürlich ist da jeder anders im Umgang mit Emotion), wo wir immer wieder sehen, dass wir uns in bestimmten Aspekten steigern müssen und uns Qualität fehlt, auch mental. Es ist auffällig, dass wir gerade in diesen Begegnungen häufig früh ins Hintertreffen geraten. Dies zu ändern, muss ein klarer Fokus sein, wenn eine Entwicklung stattfinden soll. Wir können und sollten erwarten, dass die Mannschaft in jedem Spiel ans Limit geht – das ist das Mindeste. Gegen Bayern muss unserer Leistung stimmen, um eine Chance zu haben, und selbst dann kann es schwierig sein und Glück benötigen.

Es ist klar, dass wir in finanzieller Hinsicht nicht mit den Bayern mithalten können, was deren Kaderstärke und Tiefgang (trotz Verletzungen) betrifft. Dies anzuerkennen, bedeutet nicht, die Flinte ins Korn zu werfen, sondern vielmehr, unsere Erwartungen mit einer Prise Realismus zu würzen.

Anerkennen muss ich wohl, dass meine vorherigen Worte vielleicht zu wohlwollend wirkten und eine zu große Nachsicht gegenüber den Schwächen unseres Teams zeigten. Wahrscheinlich habe ich zu sehr versucht, das Positive zu sehen und dabei verpasst, die Dringlichkeit der Verbesserung in solchen Schlüsselmomenten zu betonen.

Dabei ist meine Absicht nie, schlechte Leistungen zu entschuldigen, auch wenn es für manchen so wirken kann/darf, aber gleichzeitig bin ich auch bemüht, nach dem Abpfiff die Hitze des Gefechts hinter mir zu lassen und die Dinge nüchtern zu betrachten. Eine Balance zu finden zwischen der gerechtfertigten Frustration über verpasste Chancen und der Anerkennung der Realitäten. Ja, wir müssen uns verbessern und ja, wir können kritisch sein – aber diese Kritik muss immer darauf abzielen, uns voranzubringen, nicht uns niederzumachen oder beleidigen oder anderen grundsätzliches Können abzusprechen.

Nach intensiven Spielen wie dem gestern gegen Bayern ist es einfach, in einem Meer von Emotionen unterzugehen. Doch es hilft, wenn man einen Schritt zurücktritt und versucht, die Dinge in Relation zu setzen. Wie oben geschrieben, wissen wir, dass wir gegen Bayern nicht auf Augenhöhe konkurrieren können, wenn es um finanzielle Mittel geht – aber das entbindet die Spieler nicht von der Verpflichtung, jedes Mal Einsatz zu zeigen. Und genau das ist es, was ich erwarte und was ich verteidigen werde, wenn ich empfinde, dass man sich nicht hat hängen lassen, sondern einfach nicht gut gespielt hat oder einem Gegner mit mehr Potenzial und Können unterlegen war.


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