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das deutsche Selbstverständnis (Spieltage)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 05.11.2023, 11:51 (vor 802 Tagen) @ Alones

Dass es evtl. besser geht, ok, dass aber alles was da beim BVB nach Klopp pure Geldverbrennung gewesen ist, kann man eher verneinen, sonst wäre man kein DauerVize.....


Wir spielen in einer lächerlichen Witzliga. Die ganze Fußballwelt lacht über die Bundesliga und seinen Serienmeister. Das ist kein ernstzunehmender Wettbewerb, an dem wir teilnehmen. Dass wir es mit dem Geld, das wir aufwenden, es schaffen, uns für die CL zu qualifizieren, sollte eine Selbstverständlichkeit sein - kein Erfolg. So schlecht kann man gar nicht wirtschaften, dass beispielsweise bei 100 Mio.-Transferausgaben nicht doch halbwegs soviel Substanz dabei ist, sich irgendwie oben festzusetzen. Dennoch ist es in den vergangenen Jahren schon einige Male ziemlich knapp geworden. Ein Erfolg wäre es aus meiner Sicht nur, wenn man aus den vorhandenen Mitteln mal mehr rausholen würde, als zu erwarten gewesen wäre. Doch davon sind wir meilenweit entfernt. Und wenn man Leute wie Füllkrug, Sabitzer, Bensebaini und Nmecha holt, braucht man sich auch nicht zu wundern, dass keine Überperformance möglich ist. Man hat aufgegeben und eiert im Grunde nur noch völlig ambitionslos von Jahr zu Jahr durch die Liga.

Ich würde das nicht so drastisch beschreiben, aber im Kern ist das bzgl. der Bundesliga so.
Dass das für die Bayern auch nicht gut ist, wird stets relativ stumpf heruntergespielt. Interessant sind da Gespräche mit Bayern-Fans oder auch ein Blick in die deutschen Medien. Da spielen natürlich die finanziellen Limits der Bundesliga eine große Rolle, aber für jeden Sportsmann ohne Frage auch die Konstitution der Liga. Niemand, der an sportlichem Wettbewerb interessiert ist und/oder zur Spitze gehört, geht nach Deutschland. Auch ein Kane steht nicht in der ersten Reihe, sonst wäre er selbstredend von einem Top-Club auf der Insel geholt worden, wo er ja schon vor der eigenen Haustür saß, oder nach Real. Für die deutsche Medienlandschaft und für die Bayern-Anhägerschaft ist dennoch die beste Neun der Welt nach München gewechselt. Ja, klar.
Der deutsche Fußball spielt keine übergeordnete Rolle mehr. Wer zur Spitze gehört spielt in England oder Spanien und im Zweifel sogar eher noch für Juve oder Mailand, als in der Bundesliga.

Offtopic: Ich finde das insgesamt interessant zu beobachten, mit welch einer Pathologie wir Deutschen uns immer noch als "made in Germany"-Babos sehen. Wenn man beruflich oder privat häufig um die Welt reist bemerkt man zunehmend, dass die Welt das absolut nicht mehr so sieht. Ich erlebe das zunehmend, dass ich im Ausland von engen Kollegen oder Freunden konkret darauf angesprochen werde "What the hell is going on in Germany since a decade?".
Habe kürzlich einen Bericht über Hodges und dem ehemaligen Sicherheitsberater von Obama gelesen, die mehrere Reisen am Stück durch die BRD gemacht haben und sich öffentlich via Twitter und Interview geradezu fassungslos über den Zustand der deutschen Infrastruktur gezeigt haben.


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