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Der Uli war‘s (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 11.03.2019, 17:12 (vor 2605 Tagen) @ Sascha

Ja. So ist das dann.

Der FC Bayern hat jetzt aus den letzten 13 Spielen 12 Siege geholt, also 36 von 39 möglichen Punkten. Da reichen dann halt 1-2 Unentschieden und 1-2 Niederlagen aus und schon ist das Ding quasi gelaufen.

Aber am Ende hat eine Mannschaft, die weit mehr als 50 % Gehaltsbudget zur Verfügung hat, da eben einen Wettbewerbsvorteil. Ebenso, wie wir ihn vor vielen anderen Klubs haben, die es so hinter uns versuchen...

Wenn der FC Bayern dergestalt punktet, wie man es nun die letzten 13 Spiele macht, dann ist gegen die kein Kraut gewachsen. Fertig aus :-)

MFG
Phil


Ich sehe uns allerdings nicht ganz unschuldig daran, dass sie eben so punkten wie sie es jetzt tun. Mit unseren Spielen gegen Hoffenheim, Nürnberg und Augsburg haben wir denen eben auch ziemlich in den Hintern getreten und laut "Fass" gerufen.

Auch bei den Bayern ist da eine Eigendynamik ins Spiel gekommen, weil sie gemerkt haben, dass wirklich einholbar sind.

Was die Siegesserie der Bayern anbelangt, so hat dies mMn andere Gründe. Und der Hauptgrund heißt für mich Uli Hoeneß.

Jeder hat sich über die fast schon legendäre ‚Pressekonferenz‘ der Bayern amüsiert, sich fremdgeschämt oder den Kopf geschüttelt; auch ich. Dennoch hatte ich seinerzeit schon das unbestimmte Gefühl (und habe das auch entsprechend artikuliert), dass am Ende Hoeneß und die Bayern als Gewinner aus dieser Sache hervorgehen werden.

Wie ich dazu komme?

Nun, zum einen wusste Hoeneß schon immer, dass der Weihnachtsmann kein Osterhase ist. Eine Saison ist lang, und jedes Team hat früher (hier: Bayern) oder später (hier: BVB) seine Schwächephasen.

Gleichzeitig hat er (wieder einmal) eine Krisensituation oder zumindest eine Situation, die für den FCB hätte gefährlich werden können, gemeistert. Die Bayern waren ins Straucheln geraten, leisteten sich unerwartete Niederlagen und/oder Punktverluste. Insbesondere die ‚Rentner-Innenverteidigung‘ stand öffentlich am Pranger, ebenso der von nicht wenigen als überfordert angesehene Kovac. Die Defizite von Boateng und Hummels, die sich mittlerweile deutlich bemerkbar machen, sind sicherlich nicht par ordre de mufti aus der Welt zu schaffen. Aber Hoeneß hat sich vor diese Spieler gestellt, hat sie aus der Schusslinie genommen und Ihnen Zeit gegeben, wieder besser in die Spur zu kommen.

Er hat dem angeschlagenen Trainer und dem Team den Druck genommen, unbedingt Meister werden zu müssen, indem er wiederholt dieses Saison als Umbruchsaison kennzeichnete, in der auch einmal ein anderer Meister werden könne. Ganz nebenbei hat er mit solchen Äußerungen die Favoritenrolle geschickt an uns weitergereicht. Vielleicht darauf spekulierend, dass wir noch nicht so gefestigt sein könnten, damit umzugehen.

Er hat den angeschlagenen Trainer nach außen und nach innen gestützt. Es gab einige Spieler, die sich wie bei Ancelotti gegen den Trainer gestellt haben und diesen möglicherweise stürzen wollten. Genau diesen Spielern hat er klar gemacht, dass man sich durchaus von Ihnen trennen könne. Es tauchten dann ja auch Gerüchte um tatsächliches oder angebliches Interesse anderer Clubs an Spielern wie James oder Hummels auf. Diesen Spielern blieb nichts anderes übrig, als zu gehen oder sich mit dem ungeliebten neuen Spielstil anzufreunden und Rotation zu akzeptieren. Parallel dazu dürfte er Kovac einiges gegeigt haben, auch zum Thema Rotation.

Auffällig ist jedenfalls, dass es keine Diskussionen mehr über Kovac und seine Art, Fußball spielen zu lassen, nach dem Eingreifen von Hoeneß gegeben hat. Kovac lässt deutlich weniger rotieren, James bekommt mehr Einsätze und das auf der Zehnerposition. Hummels hat sich vom ‚Flop der Hinrunde‘ zum Innenverteidiger Nr. 1 der Bayern entwickelt. Und auch Boateng zeigt wieder klare Aufwärtstendenz.

Hoeneß hat die Verhältnisse klargestellt und Mannschaft und Trainer Zeit und Ruhe gegeben, sich zu finden und wieder in die Erfolgsspur zu gelangen. A Hund is a schon, der Uli...


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