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Prognose ab Sommer 2018 negativ? (BVB)

AdamSmith, ..., Donnerstag, 21.09.2017, 14:14 (vor 3039 Tagen) @ george

Folgendes Beispiel: Air Berlin freut sich, dass sie pro Passagier in die USA und zurück im Schnitt 600-700 EUR erlöst. Wenn man die aktuellen Marktlage sieht, kann es deutlich schlechter sein.
Das Problem ist nur, die Kosten einen Passagiere in die USA und zurück zu fliegen betrag bei Air Berlin 1.200 EUR. Es besteht also nicht der Hauch einer Chance, dass Air Berlin Geld verdient.

Der Erlös ist eine nette Überschrift, ein Aufhänger. Aber nicht das ganze Bild. Das wollte ich damit sagen, als ich die Auflistung von Verkaufserlösen ohne Kontext als Irreführung bezeichnet habe. Und zu dem Kommentar stehe ich.

Ich kann es aber gerne nochmal am Beispiel Dembele erklären: Er wechselt für 105m EUR zum FC Barcelona. Er wechselte vor einem Jahr für 15 Mio. EUR zum BVB und erhielt einen Fünf-Jahresvertrag. [Handgeld ignoriere ich.]
Als er wechselte, stand er noch mit 12 Mio. EUR in den Büchern. Dazu kommt eine Erfolgsbeteiligung für Stade Rennes von 25 Mio. EUR. Bleibt ein Restbuchwert von 68 Mio. EUR. Darauf sind Steuern zu zahlen, 22,3 Mio. EUR. Bleibt ein Buchgewinn nach Steuern, ohne Berücksichtigung des Verlustvortrags, von 45,7 Mio. EUR oder ein Bargeldüberschuss von 57,7 Mio. EUR. Das ist viel Geld. Wenn man bedenkt, dass man ca. 20 Mio EUR eingesetzt hat eine gute Rendite. Man kann also festhalten, dass der gesamte Liquiditätsbestand am Ende der Saison 2017/18 alleine mit dem Dembele-Wechsel generiert wurde.

Ich halte es dennoch für unverantwortlich, davon auszugehen, dass es jede Spielzeit gelingt, eine solche Rendite zu erzielen. Insbesondere dann, wenn ich Manager des betroffenen Unternehmens bin und meine Mittel- und Langfristplanung mache. Für Analysten und Investment-Banker gilt das selbe. Als privater Spekulant steht es dir frei zu sagen: Ja, die Banker sind zu konservativ, ich sehe massives Aufwertungspotential.
Nur erwarte ich eine substantiellere Begründung als die Aneinanderreihung von netten Zahlen.

Nochmal zum Aktienkurs im 1. Halbjahr 2009. Ja Morgan Stanley musste verkaufen. Es war für den BVB wesentlich besser, dass Morgan Stanley "nur" die Aktien verkaufen musste und der Kredit nicht mehr bei Morgan Stanley in den Büchern war. Es gibt die Aussage von Watzke, dass das für den BVB 2008/2009 extrem wichtig war. Den zu niedrigen Kurs alleine darauf zurückzuführen ist falsch. Macht die IR-Abteilung des BVB das, macht man sich das Leben zu einfach. Es gab Gründe, die beim BVB lagen und die allgemeine Marktlage, die zu dem Kurs geführt haben.


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