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Prognose ab Sommer 2018 negativ? (BVB)

george, berlin, Mittwoch, 20.09.2017, 08:34 (vor 3040 Tagen) @ AdamSmith

1) Markenwert
In der Summe ist der Markenwert volatil. +40%, -14%, 0% waren die letzten drei Wachstumsraten.

so hat sich der Wert der Marke BVB laut Brand Finance entwickelt. Angaben in Dollar:

2011 78 Mio
2012 227 Mio
2013 260 Mio
2014 327 Mio
2015 326 Mio
2016 371 Mio
2017 519 Mio

Einzig in 2015 passierte mit dem Markenwert nichts, weil man da EL statt CL spielte. Sollte man CL spielen, ist ein weiterer Anstieg der Marke BVB hochwahrscheinlich, Gründe wurden dafür oft genannt, Internationalisierung und CL Reform. Eine Sättigung bei der Internationalisierung ist nicht zu erkennen, BVB steht da erst am Anfang

Kaderwert

beim Verpassen der CL ist der Kaderwert nicht gesunken, sollte man sich für die CL qualifizieren, ist ein Anstieg der Kaderwerte sehr wahrscheinlich, weil die Werte von transfermarkt.de viel zu niedrig angesetzt sind.

Diese Transfers wurden im Sommer abgewickelt:

Stenzel verkauft für 4 Mio +100% ggü transfermarkt.de Preis 2 Mio
Ramos verkauft für 12 Mio +140% ggü transfermarkt.de Preis 5 Mio
Bender verkauft für 15 Mio (inkl. Bonus) +114% ggü transfermarkt.de Preis 7 Mio
Merino 10 Mio (inkl. Leihgebühr + Kaufpflicht) +300% ggü transfermarkt.de Preis 2,5 Mio
Ginter 20 Mio (inkl. Bonus) +33% ggü transfermarkt.de Preis 15 Mio
Mor 13 Mio +160% ggü transfermarkt.de Preis 5 Mio
Dembele 148 Mio (inkl. Bonus) +349% ggü transfermarkt.de Preis

Selbst wenn man sich nicht für die CL qualifizieren sollte, könnten die Kaderwerte steigen, weil sehr viele Vereine durch die CL Reform deutlich mehr Geld zur Verfügung haben werden, was zu steigenden Preisen führen könnte.

Cash

In den 43m EUR sind der Verkaufserlös von Dembele berücksichtigt.

Nein, natürlich nicht. Für die Fixsumme 105 Mio wurde Ratenzahlung vereinbart, die zweite Rate kommt in der laufenden Saison, die sicheren Bonuszahlungen in Höhe von über 30 Mio kommen teilweise bereits in der nächsten Saison, z.B. 10 Mio für den Fall, daß sich Barcelona für die CL qualifiziert und ein Drittel der Bonuszahlungen, die an gar keine Bedingungen geknüpft sind, außer Dembele wird Sportinvalide.

Wir wissen natürlich nicht, wann die Bonuszahlungen fällig sind, folglich kann es auch Bankhaus Lampe nicht wissen.

Hier auf die Mehrheinnahmen aus der Champions League zu verweisen ist falsch. Die Nettoliquidität ist >eine Bilanzkennzahl. Mehreinnahmen aus der Champions League sind Erfolgskennzahlen. Aufgrund von >erfolgsabhängigen Verträgen bedeuten Zusatzeinnahmen aus der Champions-League auch immer >zusätzliche Ausgaben.

Es ist nicht falsch auf die krassen Mehreinnahmen zu verweisen, sondern notwendig. Borussia Dortmund wird nach meiner Einschätzung Ex-Transfers deutlich höhere Gewinne erzielen, weil die Ausgaben nicht im gleichen Tempo steigen könnten. In 2015/16 hatte man nur EL gespielt und das Risiko erhöht, in dem man nach eigenen Angaben auf der HV teilweise CL Gehälter gezahlt hatte, in der letzten Saison hat man das Risiko beibehalten, weil man die sicheren deutlich höheren TV Einnahmen durch den neuen Vertrag schon kannte und in 2018/19 hat man bedingt durch die CL Reform einen der größten Sprünge bei den Ex-Transferumsätzen.

Bei insgesamt klar höheren Umsätzen ist es sehr wahrscheinlich, daß die Gewinne steigen, in Prozent hätte sich dann rein gar nichts verändert. Bankhaus Lampe rechnet aber extrem konservativ mit den reinen Zahlen und nicht mit der Verhältnismäßigkeit. Bei bis zu 40 Mio Mehreinnahmen durch die CL Reform und den zu erwartenden Bonuszahlungen für Dembele ist es nicht so unwahrscheinlich, daß die Nettoliquidität steigen könnte.

sonstige negative Einflüsse
Die Standardrisiken für die wirtschaftliche Lage in Europa (Brexit, Katalonien, Staatsfinanzen, Ostasien, ...)
gelten auch für den BVB.


Das ist eh klar und wurde von niemanden in Abrede gestellt. Die BVB Aktie performt über viele Jahre klar besser als der DAX, das hat unterschiedliche Gründe.

Der Hauptgrund ist natürlich die klare Unterbewertung. Wenn CFO Thomas Treß nun im Kicker Print von diesem Montag, die faire Bewertung um knapp 300 Mio (!!!) angehoben hat, obwohl er jahrelang diesbezüglich äußerst zurückhalten gewesen ist, konkret stieg die faire Bewertung von 2014 bis 2016 lediglich um insgesamt 100 Mio, also 50 Mio pro Jahr, dann ist die Vermutung, daß sich die bessere Performance auch bei Marktturbulenzen fortsetzen könnte gar nicht mal so unwahrscheinlich.


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