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Fachartikel: Notwendige Ausbildungszeiten für komplexe Waffensysteme (Politik)

Ulrich, Samstag, 23.04.2022, 16:09 (vor 1348 Tagen) @ Zoon

> Man verkauft die Marder jetzt, liefert ein paar funktionsfähige, die man stehen hat, der Rest kommt dann 2023. Oder später.
Womit wir dann wieder bei dem leidigen Thema kurze Einweisung in Bedienung bzw. notwendige Ausbildung wären.

Hierzu erstmal ein Fachartikel: https://soldat-und-technik.de/2022/04/taktik-ausbildung/31350/ausbildungszeiten-waffensysteme/?fbclid=IwAR2xp-NakQbNnTojjAXeqo_l5aaWixWzTqJ_IeBzRFR0dOUnyKssl...

Danke für den interessanten Artikeln. Aber das Problem ist wohl ein anderes. Die Bundeswehr ist "blank". Die deutsche Rüstungsindustrie macht der Ukraine anscheinend nicht einzuhaltende Versprechen, auf der anderen Seite hat man lange Lieferfristen für neues Gerät. Der Puma z.B., der den Marder schon lange ersetzen sollte, soll erst 2030 komplett einsatzbereit sein.

EU und NATO befinden sich nicht nur geografisch am Rande einer großen Krieges, es ist zudem nicht völlig auszuschließen, dass der Krieg auch auf das eigene Territorium überspringt. Insbesondere Deutschland hat nach dem Ende des Ost-West-Konflikts massiv abgerüstet. Seit zwei, drei Jahren hat man erste Fortschritte bei der Einsatzbereitschaft der vorhandenen Systeme gemacht, aber man ist noch immer auf einem viel zu niedrigen Level. Das Material, das man hat, ist weitgehend bei der NATO eingeplant. Und sollte es tatsächlich zur Mobilisierung oder schlimmeren kommen, dann muss man insbesondere bei den älteren Systemen mit zahlreichen Ausfällen wegen technischer Defekte rechnen. Andere NATO-Staaten haben einen Teil ihrer Waffensysteme eingelagert, z.B. die Niederlande, die einige Panzerhaubitzen an die Ukraine liefern wollen oder Großbritannien, das Polen Kampfpanzer zur Verfügung stellen will.

Ich bin mir leider sehr sicher, dass die Lage deutlich angespannter ist, als öffentlich bekannt gemacht wird. Macron hat vor kurzem in einem Interview von der Gefahr eines Atomkriegs gesprochen. Frau Strack-Zimmermann hat vor einiger Zeit erklärt, Wladimir Putin würden die Ausbildung von ukrainischen Soldaten in Deutschland als deutschen Kriegseintritt betrachten. Beide Aussagen dürften auf russische Drohungen zurückgehen.

Deutschland will ukrainische Soldaten an der Panzerhaubitze 2000 ausbilden und auch Munition liefern. Zudem will man auch selbst schweres Gerät liefern. Aber das muss zunächst einmal verfügbar sein. Und das dauert. Mittlerweile will Rheinmetall wohl sogar sein Werk in Australien nutzen, um z.B. Schützenpanzer vom Typ Lynx zu liefern. Das braucht aber sicherlich deutlichen Vorlauf.


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