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Bericht: Rheinmetall will 100 Panzer an die Ukraine liefern (Politik)

Ulrich, Samstag, 23.04.2022, 15:43 (vor 1348 Tagen) @ Goalgetter1990

Wenn die Ukraine die Marder bei Rheinmetall bestellen möchte, gehe ich davon aus, dass es hier klare Statements von Rheinmetall an die Ukraine gab, wann wie viele Panzer geliefert werden können. Anscheinend hat man dies in der Ukraine so beurteilt, dass die Bedingungen für einen noch länger anhaltenden Krieg geeignet sind. Ich kann nicht nachvollziehen, warum nach wie vor Teile des politischen Meinungsspektrums der Ukraine Vorschriften machen wollen, welche Waffensysteme geeignet für den Kampf sind und welche nicht.

Alle Artikel, die ich gelesen habe, gehen wie der Spiegel davon aus, dass die schon seit zehn Jahren unter freiem Himmel stehenden Marder-Panzer aufwändig instandgesetzt werden müssen. Da könnte richtig aufwändig sein. Nach den langen Standzeiten könnten z.B. die Dichtungen von Motor und Antrieb trocken sein und müssten dann ausgetauscht werden. Die nächste Frage ist, wie viele Ersatzteile gibt es überhaupt noch, was muss man ggf. anfertigen? Eigentlich sollte der Marder bereits ab 2013 ausgemustert und durch den Puma ersetzt werden. Der aber macht massive Probleme, Wikipedia: "Aufgrund vieler technischer Mängel und erforderlicher Nachrüstungen wird mit einer vollen Einsatzbereitschaft [des Puma] inoffiziell nicht vor dem Jahr 2030 gerechnet." Deshalb versucht man, die meist aus den Sechzigern und Siebzigern stammenden Marder noch irgendwie am Laufen zu halten. Teilweise verwendet man auch ausgemusterte Systeme als Teilespender.

Die deutschen Rüstungsunternehmen sind eher "Manufakturen" als auf schnelle Großserienfertigung ausgelegte Unternehmen. Vieles ist auch bei der Produktion von Neufahrzeugen Handarbeit. Das dauert seine Zeit. Ähnliches gilt für die Überholung von gebrauchtem Gerät. Gleichzeitig haben die Firmen wohl die ukrainische Botschaft in Berlin kirre gemacht. Ergebnis waren Anforderungslisten von Melnyk, die sogar Fregatten, Korvetten und U-Boote enthielten. Seit einigen Wochen läuft der eigentliche Kontakt vorbei an der ukrainischen Botschaft zwischen Jens Plötner, der außen- und sicherheitspolitischen Berater des Kanzlers auf deutscher Seite und Andrij Yermak, Leiter des Präsidialamts in Kiew auf ukrainischer Seite. Da fragt man sich, wer die Marder überhaupt bestellt hat.


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