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Der "Umbruch"... (BVB)

Blarry, Essen, Dienstag, 03.04.2018, 13:56 (vor 2837 Tagen) @ TiRo

... ist in erster Linie ein unrealistisches Hirngespinst, das sich in viel zu vielen Köpfen festgesetzt hat.

Diese Art Totalumkremplung, die sich viele wünschen, findet eigentlich nur bei ernsthaften wirtschaftlichen Zäsuren statt. Also Abstieg, plötzlich desinteressierter Sugar Daddy, sowas. Und auch dann ist es eigentlich ganz anders, als man sich vorstellt: einen Absteiger verlassen ja grundsätzlich nicht die Spieler, die sowieso nur die Kaderplätze 12-18 einnehmen, sondern seine Leistungsträger, die die Klasse halten möchten. Wer sich also erhofft, dass dieser (geschmacklos genug) Grundreinigung die jeweiligen Sündenböcke des Monats zum Opfer fallen (die an der jetzigen sportlichen Situation sowieso den geringsten Anteil tragen!), der wird arg enttäuscht werden. Und vermutlich Watzke als Vereinspräsidenten absägen wollen oder so.

Nein, so ein Umbau ohne wirtschaftliche Notwendigkeit geht allein aufgrund der Vertragssicherheit im Lizenzspielerbereich über mehrere Saisons. Und gerade in unserer Lage wird es da weniger um die Castros, Rodes und Durms gehen als darum, wieso Guerreiro, Weigl oder Sokratis jetzt auf einmal kilometerweit von ihrem bereits demonstrierten Leistungsvermögen entfernt sind, was genau sie hindert, wie sie sich den weiteren Verlauf ihrer Karrieren vorstellen. Demgegenüber benötigt so ein Umbruch Säulen im Kader, die man in die mittelfristige Klubstrategie so weit einbindet, dass sie den Wechsel tragen und ihren (neuen) Mitspielern gegenüber integrativ und hilfreich zur Seite stehen können. Und das geht nunmal nicht mit 19jährigen, die seit drei Wochen im Verein sind. Auch wenn das der Brigade Kindchenschema nicht gefallen wird.

Dabei reden wir seltsamerweise die ganze Zeit nur über die Abgangsseite. Was an Spieler hinzukommen soll, kann, muss ist eine ganz andere Baustelle, die noch sehr lange offen bleiben wird, auch über den Zeitpunkt der Klarheit in der Besetzung des Trainerpostens hinaus. Die WM ruiniert die Planbarkeit der anstehenden Transferperiode einmal mehr komplett.

Wird schon interessant. Dass wir uns auf strategischer Ebene breiter aufstellen ist jedenfalls ein sinnvoller erster Schritt zur Transformation. Nicht, weil Aki und Zorki schlechte Arbeit machen würden, sondern weil der ganze Betrieb mittlerweile so umfassend geworden ist. Mehr Schultern können mehr Last tragen.


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