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ich werde daraus nicht schlau... Watzke hat also gelogen? (BVB)

uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 01.06.2017, 08:46 (vor 3147 Tagen) @ haweka

Man hat am Dienstag Abend seitens der UEFA völlig übereilt durchgesetzt, dass am nächsten Tag gespielt werden soll.

Und das ist doch eigentlich der absolut springende Punkt hier. Diese schier unfassbare Sprachlosigkeit von Tuchel, in einem Moment, wo er sich schützend vor die Mannschaft hätte stellen müssen, ohne wenn und aber. Abgesehen davon, dass die fehlende Bereitschaft die Situation mit AW zu diskutieren natürlich ein felsenfester Beweis dafür ist, dass die Karre vor dem Anschlag schon ganz tief im Dreck steckte, ist es doch unglaublich, für mich gar der absolute Knackpunkt, dass er da, wo er seiner Fürsorgepflicht hätte nachkommen müssen einfach die Fresse nicht aufgekriegt hat, aber später vor den Kameras tagelang die Rolle des geknechteteten Untertanen der Fussballoligarchen spielt. Er ist verdammt noch mal der Scheiß- Trainer, der seinen Arsch hochzukriegen zu hat, um die Manschaft in so einer Situation mit Worten und Taten konsequent zu unterstützen, ach was, zu schützen!


Tuchel geht mir eigentlich am Arsch vorbei, aber wie jetzt jede Aussage/Handlung von Tuchel dämonisiert wird, finde ich mehr als grenzwertig.
Meiner Meinung hatte Tuchel nach dem Attentat und nach dieser Diskussion die Aufgabe, die bestmöglichen Resultate zu erzielen. Tuchel (war ja tatsächlich auch im Bus) hat die Fresse nicht aufgemacht, sondern sich vielleicht bewusst dazu entschieden zuzuhören und zu überlegen, wie er damit umgeht, um das Spiel gegen Monaco zu gewinnen, die direkte CL-Teilnahme zu erreichen und das Pokal-Finale zu gewinnen.

Der „Scheiß-Trainer“ wird nicht dafür bezahlt in einer Diskussion mit den Club-Bossen die Fresse aufzumachen, sondern zu gewinnen.

Für mich liegt hier eine weitere eindeutige Betstätigung, dass Tuchel in einem ganz wichtigen Kernbereich seiner Funktionen versagt hat: nämlich in der wo es darum geht vernünftig die ihm direkt anvertrauten Menschen, also die Spieler, zu führen und und zu ihrem Schutz zu agieren. Und wenn ich mir das richtig überlege, dann kann ich eigentlich nur zu dem Schluß kommen, dass wir es hier bei allem sportlichen Erfolg in Form von Trophäen oder gewonnenen Spielen mit einem sehr, sehr deffizienten Fussballehrer zu tun haben.


Dr. RR hat deutlich mehr Lebenserfahrung als Tuchel und gesagt:""Natürlich ist das für die Spieler jetzt eine extrem schwierige Situation. Aber sie sind Profis, und ich bin davon überzeugt, dass sie das wegstecken und auch morgen ihre Leistung bringen werden."

Scheinbar besteht zwischen uns keine Übereinstimmung, was zu den Kernaufgaben eines Trainers gehört. In meinen Augen ändert sich alles durch die mittlerweile bestätigte Information, dass es eine Diskussion mit den Spielern gab. Ein paar Stunden später und von da an kontinuierlich zeigte Tuchel dann eine bewundernswerte Souveränität im Umgang mit der Geschichte vor einem Millionenpublikum. Aber im vertrauten Kreis der Mannschaft hat er NICHTS zu sagen? Und im Nachhinein macht er es dann aber doch in der Öffentlichkeit? Und versucht sogar jetzt noch über Artikel wie den in der "Zeit" Einfluss zu seinen Gunsten auf die öffentliche Meinung zu nehmen?

Durch meine harsche Kritik an Tuchel verfalle ich keineswegs in das Raster von Gut und Böse- Schubladen. Rauballs Spruch z.B. ist so ziemlich das Dümmste und Unsensibelste was in so einer Situation geht. Und auch der Umgang von Watzke und de Maiziere im Nachhinein mit der Situation war für mich deprimierend. Man hätte die mal fragen sollen, ob sie die Überlebenden des Attentats vom Weihnachtsmarkt in Berlin auch gebeten hätten, da am nächsten Tag noch mal einen Glühwein zu trinken, um ein Zeichen zu setzen. Ich frag mich übrigens auch gerade wieder, was Laschet als erklärter Alemania Aachen Fan so medienwirksam beim Bankett an Watzkes Tisch zu suchen hatte? Ist die CDU jetzt neuer Sponsor beim BVB?

Aber zurück zum Thema: es geht mir um die offensichtliche Scheinheiligkeit von Tuchel. Den Mund nicht aufmachen, wo es angebracht gewesen wäre aber im Nachhinein alles anders darstellen:es gab nur eine SMS. Und es geht mir generell auch um das immer wieder erkennbare Defizit von Tuchel die Mannschaft vernünftig zu führen, wenn es um Dinge geht, die über die rein sportlich technisch-taktischen Anforderungen hinausgehen. Zu zeigen, dass man uneingeschränkt hinter ihr und jedem einzelnen Spieler steht. Und das schließt eine harte Gangart nicht aus, wenn es mal notwendig ist.


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