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Falsche Herangehensweise (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 21.01.2026, 13:57 (vor 18 Stunden, 23 Minuten) @ Sascha

Für mich hat Kovac gestern eine falsche Herangehensweise gewählt. Ihm wird ja vorgeworfen, zu viel auf Sicherheit zu setzen und nicht aktiv genug agieren zu wollen.

Ich fand die Startaufstellung dafür gestern zu wenig auf Sicherheit bedacht. Tottenhams personelle Probleme waren bekannt. Bis auf Muani konnten die von der Bank nichts nachschießen und hätten später Probleme gehabt, wenn die Kräfte nachlassen. Insofern war es auch eher logisch, dass sie von Beginn an Gas geben und versuchen werden, das Spiel möglichst schnell auf die eigene Seite zu drehen.

Ich hätte mit Beier und Ryerson für Adeyemi und Couto gestartet, um am Anfang läuferisch stark dagegen halten zu können und zum anderen, um dann mit Einwechslungen in der 70. Minute Tempo und Zug zum Tor bringen zu können. Couto war ja auch mit seinem Gegner ziemlich überfordert.

Ob die Herangehensweise nun falsch war oder nicht, ob die Aufstellung daher falsch gewählt war oder nicht und ob man die Herangehensweise des Gegners in der Vorbereitung auf das Spiel falsch eingeschätzt hat oder nicht, das will ich einmal dahingestellt sein lassen. Wenn man aus dem Rathaus kommt, ist man immer klüger.

Die Frage ist für mich eher wie ich reagiere, wenn ich feststellen muss, dass der Gegner mich mit seiner Herangehensweise vielleicht überrascht, mein Team mehr oder weniger überrumpelt und dieses nicht im Ansatz zu seinem eigenen Spiel kommt. Und da setzt meine Kritik an Kovač auf das gestrige Spiel bezogen ein.

Wenn mein Team in jeder Beziehung dem Gegner in der Anfangsphase unterlegen ist, dann kann ich ich als Trainer darauf setzen, dass dies eine vorübergehende Phase ist, nicht allzu viel Schaden entsteht, der Gegner im weiteren Verlauf des Spiels ermüdet und dann meinerseits Änderungen vornehmen, damit mein Team sich gegen einen nachlassenden Gegner dann entscheidende Vorteile verschaffen kann. Was allerdings sehr risikoreich ist, denn ich muss erkennen, ob es sich wirklich nur um eine relativ kurze Phase der gegnerischen Überlegenheit handelt, die ich ‚aussitzen‘ kann, oder ob diese Phase länger dauern wird und ich durchgreifende Gegenmaßnahmen ergreifen muss. Hier war mir persönlich Kovač in der ersten Halbzeit (den Platzverweis außen vor lassend) eindeutig zu passiv.

Auch mit den auf dem Platz befindlichen Spielern hätte Kovač radikal auf Verteidigung des eigenen Strafraumes umschalten und den Ball den Spurs überlassen können. Wenn wir gar nicht erst versuchen einen eigenen Spielaufbau zu betreiben, dann kann uns der Gegner dabei auch nicht stören, den Ball erobern und vorhandene Räume nutzen. Der Spielansatz der Spurs war, uns nie in unsere gewohnte Ordnung kommen zu lassen und er war erfolgreich. Wir haben es in dieser ersten Halbzeit nie geschafft, diese Ordnung herzustellen. Die Konsequenz wäre aus meiner Sicht eine Änderung dieser Ordnung gewesen, die aber nicht erfolgt ist.

Aber wie gesagt, wenn man aus dem Rathaus kommt ist man immer klüger. Ich hoffe, dass dieses Spiel einen Lerneffekt bei allen Beteiligten des BVB hat. Dann hätte die Leistung von gestern noch etwas Positives bewirkt.


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