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Es wäre einfacher, wenn wir um den Klassenerhalt spielen würden (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 18.02.2025, 14:33 (vor 337 Tagen) @ koom

Kovac kann man einfach nicht bewerten nach so kurzer Zeit, aber nach dem Bochumspiel hab ich total das Vertrauen in ihn verloren.


Ist auch schwierig. Ich versuche mir bei den Themen einen gewissen Optimismus zu bewahren.

Kovac liefert in der PK ja dann wieder das perfekte Alibi mit seiner Aussage, dass graue Bundesligamäuse wie Bochum dann schwer spielen sind nach glamourösen CL Spielen(Kovac hat es etwas anders formuliert als ich bei meiner übertreibung hier).


Das ist halt immer die Frage, wie man es deutet. Bochum kämpft "ums Überleben". Lissabon nur um das Weiterkommen in der Bonusrunde der Geldliga. Tja, und der BVB irgendwo mittendrin.

Ich glaube, Kovac hatte durchaus auf mehr Vorhandenes gehofft. Der Kader ist auf der Papierform schon ein Pfund. Auch wenn das keiner hören will, sind so Namen wie Schlotterbeck, Anton, Süle, Sabitzer, Brandt, Guirassey schon ziemlich nice und hochwertig. Die meisten davon sind als gute Teamspieler bekannt.

Die individuelle Qualität der Spieler ist im Bundesligamaßstab auch überdurchschnittlich, das habe ich auch nie anders gesehen. Und Kovač dürfte sicherlich mehr erhofft haben. Die Frage ist, warum der tatsächliche Zustand nicht (mehr) der ‚Papierform‘ entspricht.

Dass der eine oder andere Spieler in einer Saison mal eine Schwächephase hat, ist völlig normal. Aber dass es bei so vielen nicht richtig läuft, ist schon merkwürdig.


Das denen aber so jede gesamtmannschaftliche Leistungsfähigkeit abgeht ist schon spannend. Das ist IMO auch mehr als nur Kondition und etwas Trainingsarbeit. In der Vergangenheit der Bundesliga hab ich in vergleichbaren Situationen dann immer 1-2 Namen gesehen, die plötzlich aus der Zweiten/Jugend geholt wurden, oder verkannte Spieler in einer neuen Position. Und dann griffen bestimmte Abläufe plötzlich besser.

Mir stellt sich die Frage, ob dieses Manko an gesamtmannschaftlicher Leistungsfähigkeit zustande kommt wegen der jeweiligen persönlichen Krise/Schwäche der einzelnen Spieler, oder ob es da übergeordnete Aspekte gibt, die diese gesamtmannschaftliche Leistungsfähigkeit in ihrem Zustandekommen behindern. Mir kommt es mitunter so vor, als gebe es irgendeine mentale Bremse, eine Verunsicherung, eine Fehlervermeidungsverkrampfung, eine negative Beeinflussung.

Jeder kennt es aus der eigenen Schulzeit aus eigenem Erleben oder auch von den eigenen Kindern: In einer positiven Lernatmosphäre erziele ich bessere Lernfortschritte und nachhaltigere Lernerfolge als in einer negativen Lernatmosphäre mit vielen Störfaktoren. Im Arbeitsleben wird jeder schon einmal die Bedeutung des sog. ‚Betriebsklimas‘ auf die eigene Produktivität und die der jeweiligen Abteilung oder des Gesamtunternehmens kennengelernt haben.

Während meiner Berufstätigkeit habe ich oft im Rahmen von Kooperationen, Verhandlungen, etc. andere Unternehmen besucht. Ich bin weit von Esoterik entfernt, aber schon wenn man die jeweiligen Gebäude betreten hatte, spürte man unwillkürlich den ‚Spirit‘, der in diesen Unternehmen vorherrschte. Positiven wie negativen. Nicht, dass die Unternehmen, in den ein negativer Spirit spürbar war, unerfolgreich gewesen wären, ganz bestimmt nicht. Aber die mit einem positiven Spirit waren durchgängig dynamischer und letztlich auch leistungsstärker.

Leistung erwächst nicht nur aus Talent, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kompetenz, Konsequenz oder Professionalität. Sondern auch daraus, ob ich die an mich gestellten Anforderungen , so hoch diese auch sein mögen, mit einer grundlegenden Freude an der Sache angehe. Momentan wirken die Spieler des BVB auf mich häufig so, als sei ihnen diese grundlegende Freude an dem was sie tun abhanden gekommen. Was dann zu Minderleistungen führt.


Ein bisserl glaube ich, dass er da gerade sucht, wo man da am ehesten was bewirken kann. IMO fehlt der Mannschaft ein zweiter Fixpunkt im zentralen/offensiven Mittelfeld, wo jemand anders neben Brandt sich nonstop um Bälle bewirbt und spielen will. Dort findet sich aber grad noch keiner. Gittens macht ein bisserl den Bellingham ("Ich und der Ball - und sonst nichts"), der ewige Reyna wird wohl auch nie was werden. Im zentral-defensiven Mittelfeld ist auch immer eine Art Vakanz - wo sich grad Nmecha so ein bisserl da angeboten hat.

Wenn ich Freude am Spiel habe, dann will ich den Ball haben. Wenn ich keine wirkliche Freude daran habe, dann gehe ich dem Ball aus dem Weg.

Interessanterweise hat sich bei Nmecha eine positive Wendung in seiner bisherigen Performance beim BVB ergeben, als er (der Not gehorchend) eine andere Position einschließlich einer anderen Rolle eingenommen hat. Es ist wirklich schade, dass er gerade jetzt nicht zur Verfügung steht.


Ist halt wirklich schwierig.

Der BVB ist momentan so ein Münzwurf. 50% das es wieder gut wird. 50% und es wird noch düsterer - über die Düsternis selbst will ich nicht urteilen.

Ich bleibe optimistisch. Wenn man bereit ist, den Negativismus aus diesem Club herauszubringen, dann wird sich das auch auf die Mannschaftsleistung positiv auswirken.D


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