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Ist eine Kaderplanung so professionell genug? (Spieltage)

bambam191279, Dortmund, Dienstag, 18.10.2022, 23:12 (vor 1321 Tagen) @ Kruemelmonster09

In meiner Vorstellung sind es hauptsächlich:
Sportdirektor
Trainer
Leiter Scouting

Trainer stellt Konzept vor wie und was spielen lassen möchte und welche Spielertypen er dafür evtl noch braucht
Scouting schlägt entsprechende Spielertypen aufgrund Traineraussage und eigener Ideen vor.

Möglicherweise gibt es einen Berater, wie Sammer, der seine Ideen mit einbringt.

Sportdirektor geht in die Anfragen/Verhandlungen mit den Beratern und Vereinen. Je machdem wer machbar und zu bekommen ist wiederholen sich die Gespräche mit Trainer/Scouting.
Gibt es entsprechende Zusagen müssen Watzke, Cramer, Treß als Vorstand sicher noch ihre Zustimmung geben, außer der Sportdirektor handelt autark.


Natürlich ist auch deine Aussage nur eine Theorie, aber es ist eine Theorie welche aufgrund der in der Vergangenheit getätigten Aussagen durchaus denkbar ist.

Ich frage mich dann aber schon, ist das ausreichend? Insbesondere wenn man mal bedenkt wie viel Geld in diesem Business steckt, ist das professionell genug?

Im Grunde müsste man doch ein gewisses Team haben, welches das ganze Jahr über nichts anderes macht, wie aktiv Planung zu betreiben.

Nur mal eine Idee wie so ein Team aussehen könnte:
- ein gut informierte Mann aus der Scouting-Abteilung. Welcher einen realistischen Blick dafür hat, welcher Spieler machbar ist und der kommunikativ exzellent ist, um entsprechende Ideen (gesuchtes Spielerprofil) aus dem Kaderplaner-Team an die Scouting-Abteilung weiter zu geben.
- ein Mann mit Empathie und einer guten Menschenkenntnis, der nah an der Mannschaft dran ist und versucht Stimmungen aufzugreifen und zu erkennen
- ein Taktiknerd
- ein realistischer Kenner des Vereins und all seiner Strukturen und Gremien
- ein Experte "von extern" der auch bewusst gar nicht zu tief mit dem Verein und seinen Spielern werden soll (also auf der Beziehungsebene)
- ein Psychologe/Pädagoge mit einem Gespür für Gruppenstrukturen

Diese Menschen lässt du sich wöchentlich mehrfach treffen und Ideen entwickeln wie die Idee des eigenen Fußballs aussehen soll, wie man diesen umsetzen könnte...
Man überlegt welche Profile die Spieler für diesen Fußball haben müssen (Fußballerisch, mental, sozial) und überlegt, welche Spieler dies vorweisen. Man überlegt welche Spieler sie nicht vorweisen und von wem man sich eher trennen sollte, bzw wo dieses andere Spielerprofil vielleicht doch wieder eine spannende Ergänzung sein könnte.

Dieses Gremium trifft sich einmal wöchentlich mit dem sportlichen leiter/Sportdirektor, von dem man auch die Wünsche erfährt, in welche Richtung die Art Fußball größtenteils laufen sollte.
Weisungsberechtigt bleibt natürlich die sportliche Leitung.

Das alles nur mal als Idee.

Edit:
Den Trainer würde ich bei sowas raus nehmen, denn den würde man ja auch dem entsprechenden Anforderungsprofil bestimmen.

Deine Ausführung erinnern mich an den Film Moneyball mit Brad Pit in dem es um das zusammenstellen eines Baseballteams anhand Statistischer Werte ging.
Da gab es auch vor der Saison Meetings zwischen den Scouts und dem sportlichen Planer, aber der Trainer war quasi komplett aussen vor.
Ich weiss nicht ob solch ein System mit einer Franchise Liga (ist ja gefühlt in allen US Sportarten so) so einfach machbar ist...
Abgesehen davon, wer weiss denn schon genau aus wie vielen Leuten sich die Teams die Spieler scouten und Ergebnisse besprechen bestehen und wer da alles mit welchen Kompetenzen teilnimmt....

Manchmal kann man auch sagen zu viele Köche verderben den Brei....


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