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Zentrumsorientierter Kader (Spieltage)

koom, Dienstag, 18.10.2022, 16:37 (vor 1321 Tagen) @ Kruemelmonster09

Vorweg: Danke für die inhaltliche Auseinandersetzung.

Die Krux bei der Diskussion ist, dass wir auf der Basis von dem Sichtbaren hier diskutieren: Konkret also die Spiele. Wir sehen nicht das Training, hören nicht die Ansprachen, haben keine Infos, wonach der Kadermanager den Kader zusammengestellt hat.

Ich gebe dir Recht bei der Beschreibung der aktuellen Lage. Für das, was Terzic (vielleicht - wir wissen es nicht) vorschwebt, fehlen ihm passende Spieler. Vorwiegend allerdings dabei aber auch die Spielertypen, die jeder gerne hätte: Aussenverteidiger, die im Grunde Philipp Lahm sein müssten. Also defensiv immer da, offensiv ankurbelnd. Und im Mittelfeld ein DM, der dort für Sicherheit und gutes Aufbauspiel sorgt, aber auch Absicherung für die Angreifer. AV und 6er, also das, was auch die Nationalmannschaft nicht hat.

Man kann sich den Wunschkader nur begrenzt backen. Vor allem, wenn die Nachfrage höher als das Angebot ist. Also muss man mit dem arbeiten, was man bekommen kann. Aus meiner Sicht sind die Optionen des Kaders nicht schlecht. Beim 6er hab ich auch Bauchweh, aber auch das müsste sich kompensieren lassen.

Mir fehlt da beim BVB, auch schon unter Rose, der eher praktische Ansatz. Da steht die Wunschformation und Spielweise auf einem Zettel, aber anstatt sinnvoll mit dem zu arbeiten und die Stärken des vorhandenen Kaders hervorzuheben, steht man etwas planlos da.

Zu deiner Beschreibung des Kaders, der ich sehr folgen kann: Ich hatte ja schon vorgeschlagen, dass man es mal mit einem 4-2-2-2 probieren kann. Das ist quasi eh eine 4-2-3-1-Variante, aber auf der Basis könnte man bestimmte Abläufe mehr hervorheben. Dabei würde ich die AVs mit Meunier (solider AV) und Rothe (gute Anlagen, sicherlich gut zu formen) bestücken und Can als 6er sowas von einnorden, dass er dort zentral bleibt, absichert, und nicht versucht, den Spielmacher zu geben. Neben ihm Bellingham als Box-to-Box-Spieler. Halbpositionen mit wahlweise Brand, Reus, Hazard oder Guerreiro, vorne ein Mittelstürmer und ein Halbstürmer.

Das wird keine Spielweise sein, mit der man alles und jeden schlägt. Aber die Zuständigkeiten wären klar, die defensiven Linien wären gedoppelt und man spielt für die Stärken einzelner Spieler (Reus, Brandt, Guerreiro).

Auch ein 3-4-3 (von dem ich kein Fan bin) wäre denkbar. So oder so: Es geht darum, mit dem Kader zu arbeiten, den man hat und dessen Stärken herauszuarbeiten. Guerreiro als LV macht man keinen Gefallen, da seine Defensivschwäche sehr auftritt. Auch andere Spieler wie Brandt oder Reus werden nicht ideal eingesetzt .


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