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Einbindung des Torwarts ins Spiel ist notwendig (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 17.10.2022, 20:23 (vor 1323 Tagen) @ Kayldall

Gegen Union haben wir das Tor eigentlich selbst heraufbeschworen indem unsere Spieler immer hinten rumgespielt haben, da mußte ja so ein Torwartfehler passieren. Spielen wir den Ball gar nicht erst auf den Torwart zurück, dann passiert sowas nicht.

Sorry, die ungewollte Slapstickeinlage unseres Keepers fand in der 8. Spielminute statt. Da von „immer hinten rumgespielt“ zu sprechen finde ich mehr als übertrieben. Genauso wie die Schlussfolgerung, dass ein Torwartfehler die daraus resultierende zwingende Konsequenz sei.

Im übrigen ist es geraumer Zeit so, dass der Torwart in das Spiel mit eingebunden werden muss. Wenn der Gegne hoch presst und man sich nicht im eigenen Verteidigungsdrittel auf ein Dribbling einlassen will, bleiben im Spielaufbau nicht so sehr viel Möglichkeiten. Eine davon ist der Seitenwechsel. Für diesen gibt es die risikoreichere Variante, dass ich selbst vom einen auf den andern Flügel spiele. Da lauern allerdings die gegnerischen Offensivkräfte auf jede Ungenauigkeit, zumal so ein Ball lange unterwegs ist. Oder ich wähle die Variante über den Torwart. Die ist sicherer, auch weil der Keeper aus seiner zentraleren Position heraus die bessere Übersicht hat. Das ist Routine; Hummels zeigt Kobel ja noch an, wohin er weiterspielen soll. Ein solcher Spielzug kommt in einem Spiel sehr oft vor. Dass der Keeper dann mit seinem Standbein wegrutscht und mit seinem Schussbein am Ball vorbeisenst , ist kommt nur alle Jubeljahre einmal vor.

Scheint schwierig die Balance zu finden beim BVB, in einigen Spielen hat der Trainer es sich vermasselt, weil er zu offensiv wechselt und nun weil er zu defensiv spielt. Eigentlich kann beim BVB alles schief gehen. Geht man nun wieder offensiver ran kann es die Lösung sein oder das Problem noch verschlimmern. Wir sind an einem Punkt, wo ich es nicht mehr weiß.

Es fehlt die Spielstruktur und nur in einer Struktur können sich automatisierte Abläufe bilden. Das hätte in der Vorbereitungsphase erfolgen müssen, da spätestens mit Beginn der CL-Gruppenphase der Spielplan derart voll ist, dass kaum mehr ein reguläres Training möglich ist. Spiel - Reise/Regeneration - Reise/Spiel. In dieser (WM-)Saison besonders eng. Da kann man im Prinzip gar nichts neu einstudieren.

Wir müssen jetzt auf die Pause nach der WM setzen. Viele unserer Spieler werden an der WM teilnehmen, die werden dringend ihre Regeneration benötigen. Hoffen wir, dass daran anschließend noch etwas Zeit bleibt, Abläufe in eine zu definierenden Struktur einzuüben.

Wobei ich es nach wie vor für möglich halte, dass sich in den nächsten Wochen noch über Vorgaben, die im Spiel ohne großes vorheriges Training umzusetzen sind, so etwas wie eine Spielstruktur herausbildet und Abläufe quasi im Spiel selbst eingeübt werden. Klingt vielleicht sehr optimistisch, ist aber nicht unmöglich.


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