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Die Zusammenstellung der Mannschaft verhindert nachhaltigen Erfolg. (Spieltage)

Sascha, Dortmund, Dienstag, 18.10.2022, 15:46 (vor 1321 Tagen) @ Lattenknaller

Es ist wirklich absurd zu sehen, was für Spieler in den letzten Jahren geholt wurden. Einige haben es ja auch schon geschrieben. Da werden schnelle Spieler geholt, obwohl wir zu 90% gar keine Gelegenheit haben, deren Schnelligkeit auszuspielen. Das war im letzten Jahr unter Klopp eins der Hauptprobleme. Der schnelle Umschaltfußball hat nicht mehr funktioniert, weil immer mehr Gegner uns den Ball überlassen und den Bus geparkt haben. Tuchel hat das erkannt und hat die Mannschaft versucht, auf Ballbesitzfußball umzustellen. Das hat sogar ziemlich gut funktioniert.


Schon im 2. Meisterschaftsjahr unter Klopp, v.a. in der Rückrunde hat man weitestgehend schon Ballbesitzfussball gegen die meisten Mannschaften gespielt. Klopp hat da schon die Spielweise angepasst.


Wobei das dann auch schon in der Liga deutlich weniger "ruhmreich" wirkte. Im weiteren Verlauf seiner Zeit bei uns, war das ja auch das große Problem - die Gegner haben uns den Ball überlassen und sich tief gestaffelt. Wir habe dann häufig wie im Handball um den Strafraum herum gespielt und auf den Dosenöffner gehofft.


Korrekt. Ich wollte damit ja auch nur darauf hinweisen, dass die These, dass Ballbesitzfussball beim BVB nicht gewünscht sei, nicht 100% zieht, da selbst der ruhmreiche Kloppo das auch gemacht hat. Musste er ja auch, da die Gegner spätestens nach der ersten Meisterschaft nicht ins offene Messer laufen wollten. So hat sich auch Klopp angepasst. Und wie Du richtig schreibst, das war teils schon zäh. War diese Art von Fussball gegen unterlegene Gegner aber schon immer. Selbst der TikiTaka von Barcelona oder Spanien war oft sehr zäh anzuschauen, wenn der Dosenöffner spät fiel. 11/12 und 12/13 hatte man aber meist immer diesen Dosenöffner, der stand ja auch beim BVB leibhaftig auf dem Platz. Deshalb wirken diese Vergleiche dieser Phase mit Tuchel und Favre auch oft glorifiziert. Auch da war es manchmal schön anzuschauen, manchmal zäh. Spätestens unter Favre wurde das Gefüge dann aber immer labiler, was ja auch momentan das Hauptproblem ist.

Ich würde gerne wieder Ballbesitzfußball sehen. Aber aktiven, keinen reaktiven, bei dem der Ball so lange läuft, bis der Gegner die Konzentration verliert. So toll die Zeit unter Klopp auch wahr, irgendwie finde ich es schade, Fußball so zu spielen, dass man möglichst wenig selber den Ball haben will.


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